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Spende

Russland: Behindertenzentrum und Sozialhilfe

Projekte

Die Caritas St. Petersburg sorgt seit 1995 in verschiedenen sozialen Projekten für die Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen: Strafgefangene, alte und kranke Menschen, Behinderte, Obdachlose, Familien in Not, gefährdete Kinder und Jugendliche und HIV-Infizierte.

Tagesstätte für geistig Behinderte
Die Caritas St. Petersburg betreut in verschiedenen Programmen Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung. Dazu gehört beispielsweise eine Tagesstätte für geistig Behinderte.
Symptomatisch ist hier häufig, dass ihnen der Umgang mit anderen Menschen sowie soziale Kontakte Schwierigkeiten bereiten und sie Unterstützung benötigen, ihren Alltag zu meistern. Die Mitarbeiter der Caritas-Tagesstätte verfolgen das Ziel, den geistig behinderten Menschen zur größtmöglichen Selbständigkeit zu verhelfen und sie dabei zu fördern, soziale Kontakte zu knüpfen. In der Tagesstätte bieten die Caritas-Mitarbeiter/innen sozialpsychologische Unterstützung, Heilgymnastik, sportliche Veranstaltungen und Freizeitgestaltungen an. Das kreative Potential zu fördern ist dabei eine der wirkungsvollsten Strategien.

Betreuung HIV-infizierter Kinder
Der Diözesancaritasverband in Moskau arbeitet mit dem städtischen Krankenhaus für Infektionskrankheiten und mit dem in Moskau einzigen Heim für HIV-infizierte Kinder zusammen. In der Infektionsabteilung des Krankenhauses leben zeitweise 40 Kinder von der Geburt an bis zu einem Alter von 18 Monaten. Sie werden hier auf HIV getestet und im Falle einer Infektion wird eine Therapie eingeleitet. Das Krankenhaus stellt lediglich die medizinische Betreuung und die Versorgung mit Grundnahrung sicher. Zusatznahrung, Babyhygieneartikel und Kleidung werden in einem sehr begrenzten Umfang oder gar nicht zur Verfügung gestellt.

Die Caritasstelle in Moskau hat sich zur Aufgabe gemacht, die mit infizierten Kinder mit Zusatznahrung, Vitaminen, Hygieneartikeln, Kleidung und Schuhen und anderen materiellen Hilfen auszustatten. Darüber hinaus möchten die Mitarbeitenden den körperlichen Zustand der Kinder verbessern und ihre soziale Integration fördern.

Caritas Moskau ist stetig bemüht, auch Lobbyarbeit gegen die Stigmatisierung der Krankheit zu leisten. Dazu gehört Aufklärungsarbeit, um langfristig einen vorurteilsfreien Umgang mit HIV und AIDS in der russischen Gesellschaft zu erreichen.

Lausejungs
Süßigkeiten zum Sattessen - das gibt"s nur selten für Straßenkinder in St. Petersburg

Das Sozialhilfezentrum in St. Petersburg
Die Caritas St. Petersburg hat Sozialzentren aufgebaut, in denen Bedürftige Medikamente, Lebensmittel, sowie andere notwendige Hilfe erhalten. Monatlich suchten etwa 200 Hilfsbedürftige das Caritas-Sozialhilfezentrum in der zweitgrößten Stadt Russlands auf. Es kommen viele alte Menschen, deren Renten nicht für das Lebensnotwendige ausreichen, aber auch verzweifelte Mütter, Arbeitslose, Angehörige von behinderten Menschen. Das Zentrum bietet Betreuung und Beratung von Flüchtlingen, Zwangsumsiedlern und Inlandsvertriebenen insbesondere aus Tschetschenien und Inguschetien an.

Die Caritas leistet juristische Beratung, psychologische Betreuung, medizinische Versorgung, sie verteilt Lebensmittel, Kleidung, Medikamente und hilft bei der Wohnungs- und Arbeitssuche. Die Mitarbeiter/innen betreuen darüber hinaus gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfer/innen Häftlinge in den Frauen- und Jugendvollzugsanstalten. In den Gefängnissen herrscht oftmals große Not: Viele der Frauen sind Aids-infiziert, es gibt viele Mütter mit kleinen Kindern, und in der Jugendstrafanstalt sind viele der Minderjährigen drogenabhängig. Und die meisten teilen ein Schicksal: Sie haben keine Ausbildung und keine Perspektive für die Zeit "danach".

Die Caritas St. Petersburg und ihre Helfer vermitteln Kontakte zu den Familien der Häftlinge, kümmern sich um die medizinische Versorgung, bieten psychologische Beratung und geistliche Betreuung und organisieren Schulunterricht sowie sportliche und kulturelle Aktivitäten. In der Jugendhaftanstalt gibt es inzwischen eine Fußballmannschaft. Neuerdings dürfen die Jugendlichen sogar die Anstalt verlassen - in Begleitung von ehrenamtlichen Caritas-Helfern.

Mai 2009

 
 


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