Im Portrait

Caritas Bangladesch

Bokul Francis Costa

Bokul Francis Costa

Sechs Monate dauerte der Entzug. Bokul Francis, der heute die Projekte des Drogenprogramms der Caritas Bangladesh koordiniert, war in seinem "früheren Leben" selbst drogenabhängig. Als Heroinsüchtiger traf er 1988 im Kontaktzentrum auf die engagierten

Mitarbeiter des Caritas Drogenprogramms, die ihn unterstützten und in ihr Therapieprogramm aufnahmen.

"Der Entzug war gar nicht so hart für mich", sagt er rückblickend, "denn der starke Zusammenhalt in der Therapiegruppe von Baraca hat mich aufgebaut und mir Kraft gegeben, das allesdurchzustehen." In Baraca zählt man auf das stärkende soziale Umfeld und die gegenseitige Kontrolle der Klienten. So sind auch in der ersten kritischen Entzugsphase die Türen des Zentrums offen. Die Behandlung soll und kann ohne Zwang durchgeführt werden. Dass das funktioniert, davon sind die Mitarbeiter/innen in Baraca überzeugt - und der Erfolg gibt ihnen recht.

Bokul Francis hat die ganze Therapie durchlaufen: Den Entzug, die Begleitprogramme, die Wiedereingliederung und die Ausbildungs-Workshops. Nach der Therapie half er selbst - zunächst als Freiwilliger - anderen Abhängigen, von den Drogen wegzukommen. Später hat er jede Möglichkeit der Weiterbildung bei Baraca genützt und heute koordiniert und organisiert Bokul Francis Costa die Arbeit der verschiedenen Einrichtungen und Programme des Drogenprojekts. Noch immer aber sind für ihn darüber hinaus die Drogenberatung und die Workshops zur Bewusstseins-Bildung ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit. Denn als ehemaliger Drogensüchtiger weiß er sehr genau, wovon er spricht.

Februar 2009