Im Portrait

Caritas Indonesien/Karina

Adrianus Suyadi

Adrianus Suyadi, Direktor der Caritas Indonesien/Karina

Nach neun Jahren Arbeit für den Jesuiten Flüchtlingsdienst (JRS) wurde der 1965 geborene Jesuitenpater Adrianus Suyadi im Juli 2012 vom Vorstand zum geschäftsführenden Direktor von Caritas Indonesien ernannt.

"Für die Caritas auf nationaler Ebene zu arbeiten bedeutet für mich eine Herausforderung, da ich nicht mehr direkt mit den Ärmsten vor Ort in den Gemeinden arbeiten kann. Die Rolle der Caritas ist eher eine koordinierende, wir unterstützen die Diözesen bei ihrem Dienst für die Armen und Bedürftigen. Doch auch wenn die nationale Caritas nicht direkt mit den Armen zusammenarbeitet - der Geist ist derselbe und geprägt von der Sorge und dem Einsatz zum Dienste der Armen.

"Der Dienst für die Armen ist keine Verpflichtung, sondern eine Berufung für jeden Christen. Den Armen zu dienen und sein Leben mit ihnen zu teilen ist eine Form der Manifestation der Liebe Gottes im täglichen Leben", sagt Suyadi über seine Erfahrungen bei Caritas und JRS.

Schon während seines Studiums und seiner Ausbildung zum Jesuiten hat sich Adrianus immer mit der Armenfürsorge beschäftigt. Als er in Jakarta und Rom Philosophie und Theologie studierte, verbrachte er seinen jährlichen Urlaub als Freiwilliger in der Flüchtlingshilfe und der Hilfe für Binnenvertriebene in Bosnien, während der Semester verbrachte er seine Freizeit bei der Obdachlosenfürsorge.

Indonesien ist eine der weltweit anfälligsten Regionen für menschengemachte wie natürliche Katastrophen. Die Herausforderung bei der Arbeit für Karina liegt für Adrianus daher vor allem darin, die Arbeit der Diözesen effektiv und effizient zu koordinieren und bei der Hilfe für die Ärmsten und vor allem jene, die von Katastrophen betroffen sind, zu unterstützen.

Oktober 2012