Im Porträt

Caritas Georgien

Tamar Sharashidze

Tamar Sharashidze, Programm Managerin Caritas. Foto: Zviad Rostiashvili Georgien, Youth Projects

Ich habe an der Technischen Universität Georgien studiert und nach meinem naturwissenschaftlichen Abschluss im technischen Institut gearbeitet. Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder - und über sie habe ich die Caritas kennen gelernt: Meine kleine Tochter hat den Kindergarten besucht. In einem Teil des Kindergarten-Gebäudes unterhielt eine Wohlfahrtsorganisation namens "Caritas Georgien" eine Tagesstätte für Kinder in Not. Als ich dort dann jeden Tag die benachteiligten Kinder sah, wollte ich in irgendeiner Weise helfen. 1999 begann ich, mich als Freiwillige zu engagieren. Ich half dem Caritas Team dabei, verschiedene Lern- und Freizeitaktivitäten wie zum Beispiel die Sommercamps zu organisieren. Schnell entdeckte ich, dass die soziale Arbeit für mich mehr als eine Nebenbeschäftigung sein sollte: Sie wurde meine Berufung. 2003 boten die Projektverantwortlichen mir eine Stelle als Koordinatorin an - und ich zögerte keinen Moment!

Kurz darauf wurden die Projekte ausgeweitet, es kamen neue Teilbereiche dazu, und aus der Jugendarbeit wurde ein eigenes landesweites Programm. Seit 2005 nun bin ich die Managerin der Caritas-Jugendarbeit: das Tageszentrum für benachteiligte Kinder, die mobile Sozialarbeit für Straßenkinder und die Wohngruppen für Waisenkinder (und Sozialwaisen), die als Modellprojekte entwickelt wurden, um die großen Jugendheime aufzulösen.

Inzwischen beschränkt sich unsere Arbeit im Caritas-Team nicht mehr nur auf die Sozialarbeit. Die Misere der Kinder ist allzu oft ein strukturelles Problem und so versuchen wir mit aller Kraft mit sozialpolitischer Lobbyarbeit die Belange benachteiligter Kinder auf die staatliche Agenda zu setzen und langfristig zu verbessern.

Tatsächlich sind unter anderem die Wohngruppen für Waisen ein Beweis dafür, dass Caritas Georgien für den Staat und die Zivilgesellschaft eine verlässliche und starke Partnerin ist.

Es macht mich glücklich und erfüllt mich mit stolz, dass ich meinen Teil dazu beitragen kann, dass sich die Caritashilfen für benachteiligte Kinder so positiv und erfolgreich weiterentwickeln. Für mich ist meine Arbeit im sozialen Bereich mit der Caritas Georgien ein enorm wichtiger und wertvoller Teil meines Lebens.

Juni 2013