Kampagne

Caritas und Diakonie

Gemeinsam aus der Hungerkrise in Ostafrika

Diakonie und Caritas

Gegen das Vergessen

Den Hunger der Menschen in Ostafrika zu vergessen, wäre die größte Katastrophe

Sommeraktion 2017

In Ostafrika, in den Ländern Äthiopien, Somalia, dem Südsudan und Kenia, sind mehr als 20 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Das sind in etwa so viele Menschen wie in Baden-Württemberg und Bayern zusammen. Viele leiden unter Hunger und kämpfen um ihr Überleben: eine humanitäre Katastrophe, die nicht einfach über Nacht hereinbrach, sondern die sich schleichend entwickelt hat. Caritas international und andere Hilfsorganisationen haben schon lange gewarnt und Vieles unternommen, um Menschen das Überleben zu sichern und die Not zu lindern. Doch die Hilfen reichen längst nicht aus.

Hunger folgt auf Dürre, Krieg und Flucht

Allein im Südsudan sind mehr als fünf Millionen, in Somalia mehr als sechs Millionen Menschen betroffen, die an extremem Hunger leiden. Besonders schlimm ist die Situation für Kinder, schwangere und stillende Frauen sowie für alte Menschen. Allein in Somalia sind 360.000 Kinder vom Hungertod bedroht. In beiden Ländern toben zudem Bürgerkriege, die die Dürre und die Not der Menschen noch verstärken. Die Gewalt hält die Bauern davon ab, ihre Äcker zu bestellen. Viele haben aufgrund der Situation bereits ihre Heimat verlassen. Sind in andere Landesteile oder gar in die Nachbarländer geflohen. Doch nicht nur die Dürre, auch die Kriege werden in der Öffentlichkeit wenig wahrgenommen. Das gilt auch für die Menschen in den Nachbarländern Kenia und Äthiopien, wo mehr als acht Millionen Menschen akut unter der Dürre leiden. Die Regierung Kenias hat im Februar den Notstand ausgerufen. Zuerst starben die Tiere, jetzt benötigen die Menschen umgehend Hilfe, um zu überleben.

Gemeinsam gegen das Vergessen 

„Die größte Katastrophe ist das Vergessen“ – Unter diesem Titel steht eine gemeinsame Aktion von Caritas international, dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, und der Diakonie Katastrophenhilfe, mit der wir uns gegen das Vergessen einsetzen. Wir werfen Jahr für Jahr einen Spot auf jene Krisen und Katastrophen, die wenig bis gar keine Beachtung in der Öffentlichkeit und den Medien finden. In diesem Jahr ist es die Hungerkrise in Ostafrika. Die Katastrophenhilfswerke der evangelischen und katholischen Kirche wollen mit der gemeinsamen Aktion ein Zeichen setzen, das Leid der Betroffenen zu lindern und ihnen Chancen auf ein Überleben und Perspektiven für die Zukunft zu eröffnen. Als Christen und als humanitäre Hilfsorganisationen helfen wir ALLEN Menschen, egal welcher Religion oder Herkunft. Unsere Hilfe orientiert sich an der Bedürftigkeit.

Infoflyer zur Kampagne

Hilfe für die Schwächsten

Caritas international und die Diakonie Katastrophenhilfe engagieren sich bereits seit Jahren in den von Dürre und Krieg betroffenen Ländern mit Projekten, die die Betroffenen besser auf extreme Dürreperioden vorbereiten und ihnen Grundlagen für ein besseres Leben schaffen. Das Augenmerk der gegenwärtigen Arbeit jedoch liegt in der Soforthilfe. Im Augenblick geht es vor allem darum, das Überleben der Menschen zu sichern, sie mit dem Nötigsten zu versorgen: mit Lebensmitteln, Wasser und medizinischer Hilfe. Besonders schwangere Frauen, stillende Mütter und kinderreiche Familien stehen im Mittelpunkt unserer Unterstützung.

Es ist aber noch viel mehr Hilfe für die unzähligen Betroffenen notwendig. Dafür brauchen wir IHRE Unterstützung.

Um auf die Situation und unsere Arbeit aufmerksam zu machen, bieten wir Ihnen verschiedene Materialien an, die Sie sich auf unseren Internet-Seiten herunterladen können: angefangen von unserem Aktions-Motiv, dem Info-Flyer, den Text-Bausteinen für Gottesdienste und Veranstaltungen bis hin zu konkreten Projektinformationen und Hintergründen finden Sie dort ein reiches Angebot. Alle Materialien können Sie natürlich auch direkt bei uns in größerer Menge nachbestellen.

Juni 2017