Basta ya!

Portrait

Portrait: Mona Fente

Mona Fente, 43 Jahre, vier KinderMona Fente, 43 Jahre, vier Kinder

»2007 musste ich das erste Mal fliehen. Wir waren gerade weiter im Süden, um zu arbeiten, als wir aufgrund eines Gefechts zwischen dem Militär und der FARC fliehen mussten. Wir kamen zurück in mein Heimatdorf, bis es im Mai 2014 auch dort zu einer Attacke kam. Das Militär bombardierte eine Guerilla-Zusammenkunft. Mehrere Dörfer lagen in der Schusslinie, wir waren eins davon. Als die Explosionen immer näher kamen, sind wir noch in der Nacht geflohen. Zusammen mit 60 anderen Dorfbewohnern.

Seither lebe ich mit meiner Mutter und meinen Söhnen in der Stadt. In unserer Siedlung leben lauter Vertriebene. Wenn es nicht regnet, haben wir kein Wasser. Das ist schlimm, denn meistens haben wir kein Geld, um uns welches zu kaufen. Mein Mann ist zurückgegangen und arbeitet wieder oben in den Bergen. Ich weiß nicht, ob und wann wir alle wieder zurückgehen werden. Die Kinder gehen inzwischen hier in die Schule. Arbeit habe ich keine. Es ist schwierig, wenn alles so zerrissen ist.«

Mona Fente

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