Symbiosis

Kunstprojekt

Aus Waffen werden Kunstwerke

Ein junger Mann mit einer Waffe in der HandNichts leichter als das: Der Zugang zu WaffenCaritas international

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt ist Deutschland in den vergangenen Jahren zum weltweit drittgrößten Waffenexporteur aufgestiegen, direkt hinter den USA und Russland. Wie der vom Stockholmer Friedensinstitut Sipris veröffentlichte Rüstungsexportbericht dokumentiert, haben sich die deutschen Waffenexporte in den vergangenen Jahren nahezu verdoppelt.

Besonders alarmierend ist, dass offenbar auch die Bereitschaft zunimmt, in Länder zu liefern, die nach unseren Exportrichtlinien eigentlich keine deutschen Waffen erhalten dürften. Weil sie von nicht demokratisch legitimierten Regierungen geführt werden,  die Menschenrechte verletzten und ihre Situation allgemein als unstabil eingestuft werden muss. Wie aber die steigende Zahl der vom Bundessicherheitsrat genehmigten Waffenverkäufe dokumentiert, sieht die Praxis längst anders aus.

Ein Kunstobjekt aus WaffenWaffen: Dem todbringenden Kreislauf entzogenCaritas international

Dieses Geschäft hat fatale Folgen. Was hierzulande für eine prosperierende Wirtschaft sorgt, behindert in Konfliktregionen jede Chance auf eine positive Entwicklung. Wie der Weltentwicklungsbericht der Vereinten Nationen konstatiert, zerstören bewaffnete Konflikte nicht nur Menschenleben - sondern sind das Entwicklungshindernis schlechthin: sie verhindern den Aufbau sozialer Infrastruktur, stehen der Entwicklung einer funktionierenden Justiz im Weg und sorgen außerdem dafür, dass jegliche Investitionen ausbleiben.

Caritas internatonal leistet in zahlreichen Krisen und Kriegsgebieten humanitäre Hilfe - und kennt diese Probleme deshalb sehr genau. Unsere lokalen Mitarbeiter und Partner sind ständig mit den Auswirkungen konfrontiert, die eine unter anderem durch Waffenpräsenz verursachte Unsicherheitslage mit sich bringt.

Deshalb freuen wir uns über die Kooperation mit den Künstlern Peter Zizka und Matthias Rettner - die mit ihrem Kunstprojekt Symbiosis auf die Kleinwaffenproblematik aufmerksam machen.

Für ihre Installation haben die beiden Künstler 300 ehemalige Bürgerkriegswaffen aus Burundi in weiße Kunstexponate verwandelt. Der Betrachter erkennt erst auf den zweiten Blick, dass es sich dabei um eine Waffe handelt.

Diese Exponate können Sie erwerben. Der Erlös fließt in die Arbeit von Caritas international in Burundi. Aus Waffen werden so Kunstwerke - aus Kunstwerken werden Friedensprojekte.

April 2013