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Asien

Katastrophenhilfe

Indien: Hilfe nach Jahrhundertflut

Familie vor zerstörtem GebäudeHunderttausende haben durch den Monsunregen ihr Zuhause verloren.Foto: Caritas Indien

Während der Monsunzeit zwischen Juni und September kommt es in verschiedenen Regionen Südasiens regelmäßig zu Überschwemmungen. So auch im Jahr 2018, in dem Indien besonders unter dem Dauerregen litt. Im indischen Bundesstaat Kerala waren die Regenfälle Anfang August besonders stark und langanhaltend, in einigen Regionen fiel 90 Prozent mehr Niederschlag als üblich. Nach einem dreiwöchigen sintflutartigen Dauerregen mussten die Staudämme an den Flüssen Keralas geöffnet werden, damit sie nicht brechen. Das führte zu weiteren heftigen und zerstörerischen Überschwemmungen.

Der Regen weichte die Hänge im steilen Bergland auf, und es kam zu zahlreichen Erdrutschen, die Häuser und Straßen mit sich rissen. Das Tiefland war wochenlag überschwemmt, und vor allem einfach gebaute Hütten aus Lehm, Bambus und Wellblech hielten dem nicht stand und wurden weggeschwemmt.

Nach offiziellen Angaben verloren bei der Katastrophe über 500 Menschen ihr Leben, 220.000 Menschen wurden obdachlos, mehr als 10.000 Häuser und über 60.000 Hektar Ackerflächen sind völlig zerstört. Insgesamt sind 23 Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen. Die Regierung und das Militär leisten zwar Hilfe, können jedoch die Menschen nicht ausreichend versorgen.

November 2018