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Lateinamerika

Katastrophenhilfe

Mexiko: Hilfen für Erdbebenopfer

Neuanfang geht nur gemeinsam

Caritas-Mitarbeiter mit Freiwilligen beim SortierenVerteilung von Nothilfegütern.Caritas Mexiko

Zwei schwere Erdbeben und dutzende Nachbeben erschütterten Mexiko im September 2017. Hunderte Menschen starben dabei und die Zahl der Zerstörungen ist, vor allem für hochtechnisierte und entwickelte Städte wie Mexiko-City, beispiellos. Mehr als 60.000 Wohnhäuser stürzten komplett zusammen, 16.000 Schulen sind beschädigt und über 250.000 Menschen wurden innerhalb von Minuten obdachlos.

Der Zivilschutz und die staatliche Nothilfe funktionierten soweit gut, erfolgte jedoch mehrheitlich in den Städten und stadtnahen Gebieten. In entlegenen Regionen kam keine oder nur wenig Hilfe an. Darum war die Caritas vor allem für diese Regionen in den Bundesstaaten Morelos, Puebla, Oaxaca und Chiapas im Einsatz. Kurz nach den Katastrophen begann die Caritas Mexiko mit der Koordination von Bergungsarbeiten und Hilfsgüterverteilungen. Ein Bergungsteam der Caritas Cancún reiste an und gemeinsam mit Freiwilligen wurden Notfallzentren aufgebaut, in denen Trinkwasser, Planen, Matratzen, Nahrungsmittel und Hygieneartikel abgegeben wurden. Die lokalen Caritasorganisationen in den Bundesstaaten organisierten und koordinierten die Sammlung und Verteilung von Lebensmitteln für die Bevölkerung.

Fischernetze und Gemeindenzentren

Fundament eines HausesDas Fundament ist fertig: Hier entsteht ein Gemeindezentrum.Caritas Mexiko

Nach der unmittelbaren Nothilfe wurden die Menschen auch beim Wiederaufbau begleitet. So schlossen sich die Dorfbewohner zusammen und halfen sich, unter fachlicher Anleitung, gegenseitig bei der Reparatur und Instandsetzung ihrer Häuser. Zwanzig Gemeinden erhielten ein neues Gemeindezentrum, das als Anlaufstelle, Treffpunkt, Lager für Nahrungsmittel, Bildungsstätte und zur medizinischen Versorgung dient.

Damit die Bevölkerung auch existenziell schnell wieder auf die Beine kommt, wurden neue Einkommensmöglichkeiten geschaffen respektive die zerstörten Grundlagen erstattet. Fischer erhielten neue Netze, eine Frauengenossenschaft eine Ladeneinrichtung, eine Zimmerei wurde mit Werkzeugen und Maschinen ausgestattet und ein Betrieb zur Herstellung kandierter Früchte errichtet. Dazu gab es Workshops und Fortbildungen für die Beschäftigten. Viele Menschen litten unter den Ereignissen, und Caritas stellte mit Ehrenamtlichen und Fachkräften deren psychosoziale Begleitung sicher. Auch bei den anderen Aktivitäten wurden Fachkräfte eingesetzt, darunter Experten in der Nahrungsmittelhilfe, im Wiederaufbau und im Bereich Finanzen.

Juli 2018