Buchtipp

Land ohne Eltern

Fenster mit Gardinen

Andrea Diefenbach beschreibt in ihrer Serie "Land ohne Eltern" die Lebenssituation von Arbeitsmigranten aus Moldawien, einem der ärmsten Länder Europas. Ihre Fotografien verdeutlichen geradezu schmerzhaft die Distanz zwischen zwei räumlich voneinander getrennten Welten: die der in der Heimat zurückgelassenen Kinder und jene der Eltern in der Ferne.

"Als ich im April 2008 in der ersten Klasse der Schule eines kleinen Dorfs im Südosten der Republik Moldau stand, wo die Lehrerin fragte, ›Wessen Eltern leben in Italien?‹ und etwa zwei Drittel der Kinder mit einer Mischung aus Stolz und Verlegenheit aufzeigten, war ich erschrocken. Es ist etwas völlig anderes, all die Statistiken über Arbeitsmigranten und Rücküberweisungen zu lesen, als in einem kalten Klassenraum vor 30 Sechsjährigen mit Wollmützen zu stehen und zu wissen, diese Kinder haben ihre Eltern oft seit Jahren nicht gesehen..."

Über die Künstlerin: Andrea Diefenbach (*1974 in Wiesbaden) hat 2006 ihr Fotografie-Studium an der Fachhochschule Bielefeld mit der Serie „Aids in Odessa“ beendet. Sie arbeitet für deutsche und internationale Magazine. Ihr Buch „Land ohne Eltern“ ist 2012 im Kehrer Verlag Heidelberg erschienen. Dafür erhielt sie u.a. eine ehrenvolle Erwähnung beim UNICEF-Fotowettbewerb 2012, den Kindernothilfe-Medienpreis 2013 und den n-ost-Reportagepreis 2012.

Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
Verlag: KEHRER Heidelberg (1. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch, Englisch
ISBN-10: 3868283374
ISBN-13: 978-3868283372
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