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Stand: 07.11.2018

Pressemitteilung

Bangladesch: Hunderttausende in weltgrößtem Flüchtlingscamp unterversorgt

Rohingya: Flüchtlingslager Bangladesch

Freiburg, 23. August 2018. Ein Jahr nach der Vertreibung der muslimischen Minderheit der Rohingya aus Myanmar ist ein Großteil der Flüchtlinge weiterhin unterversorgt. Darauf weist Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, zum Jahrestag des Beginns der ethnischen Säuberung am Samstag (25. August) hin.

"Für die meisten Menschen reicht es täglich gerade einmal für das Allernötigste. Es herrscht eine große Perspektivlosigkeit", berichtet Caritas-Helfer Stefan Teplan unmittelbar nach seinem Besuch in dem inzwischen weltgrößten Flüchtlingscamp nahe Cox’s Bazar in Bangladesch. Die Versorgung mit Nahrungsmitteln beschränke sich aufgrund des hohen Bedarfs allzu oft auf die Verteilung von Reis und Linsen. Es gebe zudem keinerlei Zugang zu Bildungsprogrammen für die Flüchtlinge. "Wenn der bangladeschische Staat hier nicht tätig wird oder Hilfe von außen zulässt, wächst hier eine verlorene Generation heran", warnt Teplan. Sorgen bereitet den Menschen auch die aktuelle Monsun-Zeit, in der jederzeit Überschwemmungen drohen.

Caritas international hat die Hilfe in dem Lager in den vergangenen Monaten stark ausgebaut. "Unsere Partner versorgen die Rohingya mit unterschiedlichen Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Kochgeschirr und Hygieneartikeln und unterstützen die Menschen dabei, ihr eigenes Gemüse anzubauen", so Teplan. "Darüber hinaus bieten sie Betreuungsangebote für Kinder und psychosoziale Hilfen für Erwachsene an."

Die Partner von Caritas international sind ebenso für den Bau von mehr als 4000 Hütten in dem Lager verantwortlich, in denen rund 20.000 Menschen Platz finden. Die Bauweise der Caritas-Siedlungen wurde von den Vereinten Nationen dabei als vorbildhaft eingestuft und anderen Organisationen zur Nachahmung empfohlen.

Auch Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit werden von den Partnern von Caritas international unterstützt. So wurden etwa Türschlösser an zahlreiche Familien verteilt und Solarlampen installiert, mit denen öffentliche Wege nachts ausgeleuchtet werden.

Achtung Redaktionen:
Stefan Teplan steht in den kommenden Tagen für Interviews bereit. Bei Bedarf steht zudem Video-Rohmaterial aus dem Lager zur Verfügung.
Kontakt über die Pressestelle: +49 761 200 514 oder holger.vieth@caritas.de

Audio-Töne Stefan Teplan
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Pressebilder:
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 (Copyright-Angabe: Caritas international)

Spenden mit Stichwort "Nothilfe für "Rohingya-Flüchtlinge" werden erbeten auf:

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