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Caritas-Hilfe weltweit

Bangladesch: Nurzakar geht mit 90 in den Club

Geschichten für Dauerförderer - Bangladesch

„Der Kontakt zu den anderen ist für mich das Wichtigste“, erzählt sie, während sie sich von Nadim, dem Landarzt, untersuchen lässt. Seit ihr Mann starb und ihre fünf Kinder in die Stadt gezogen sind, ist Nurzakar alleine. Dieses Schicksal teilt sie mit vielen Nachbarn in ihrem Dorf. Da Nurzakar Hausfrau war, bekommt sie nicht einmal die staatliche Rente von fünf Euro im Monat. Nur ihre älteste Tochter kann sie finanziell minimal unterstützen. Von der Caritas hat sie daher drei Ziegen und Hühner bekommen. „Die Tiere helfen mir, über die Runden zu kommen. Überhaupt geht es mir deutlich besser, seit es den Altenclub gibt.“

Mehr über die Caritas-Hilfen in Bangladesch

Seit 2003 engagiert sich die Caritas für Senioren im ländlichen Raum um Dhaka, derzeit etwa 3.000 Personen. Die Altenclubs schaffen ein wenig Ersatz für oftmals verloren gegangene Bindungen zu den eigenen Kindern und ermöglichen soziale Kontakte. Alte Menschen fristen in Bangladesch ein schwieriges Dasein. Um zu überleben, arbeiten viele, bis sie nicht mehr können. Viele müssen betteln, um über die Runden zu kommen. Die Clubs geben ihnen vor allem einen sozialen Rückhalt. Die Caritas setzt sich aber auch gegenüber der Regierung für ihre Rechte ein.