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Caritas-Hilfe weltweit

Marokko: Camara kennt die Not seiner Gäste

Geschichten für Dauerförderer - Marokko

Fast täglich bewirtet Camara Bah (Name geändert) in seinem kleinen Restaurant in Rabats Stadtviertel Takaddoum Jugendliche aus seinem Heimatland. Es sind Migranten aus Guinea, die ein Mittagsessen bei ihm erhalten. In Camara finden sie aber auch einen einfühlsamen Ansprechpartner, der ihre Ängste und Hoffnungen versteht. Auch er verließ vor einigen Jahren Guinea und wollte über Marokko nach Europa gelangen, um dort eine Existenz aufzubauen. Mit Hilfe der Caritas, die in der Stadt ein Migrantenzentrum betreibt, konnte er in Marokko Fuß fassen. Heute arbeitet er eng mit der Caritas zusammen. Sie übernimmt zum Beispiel einen Teil der Kosten für den Raum, den er als Schlafplatz für die Jungen angemietet hat.

Mehr über die Caritas-Hilfen in Marokko

Schätzungen zufolge leben aktuell etwa 80.000 Migranten in Marokko. Sie kommen vor allem aus der Region südlich der Sahara. Die hiesige Caritas engagiert sich seit fast 20 Jahren für diese Menschen und rechnet in den nächsten drei Jahren mit Zehntausenden, die auf Hilfe angewiesen sein werden. Caritas international unterstützt drei Zentren in Rabat, Casablanca und Tanger, in denen Migranten betreut und beraten werden. Sie erhalten Zugang zu medizinischer und psychosozialer Hilfe und werden für die Integration in öffentliche Schulen vorbereitet.