Indien

Fluthilfe

Nothilfe nach Jahrhundertflut

Zur Unterstützung der Menschen, die von den aktuellen Überschwemmungen betroffen sind, hat Caritas international 700.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung gestellt.

Familie vor zerstörtem GebäudeZehntausende haben durch den Monsunregen bereits ihr Zuhause verloren.Foto: Caritas Indien

Der Großteil der Mittel wird für die Hilfe im südindischen Bundesstaat Kerala eingesetzt, in dem die Überschwemmungen besonders schwerwiegend sind, es vielerorts zu Erdrutschen und Dammbrüchen kam. Über eine Million Menschen mussten ihr Zuhause verlassen und verharren derzeit in rund 5.000 Notlagern, über 350 Menschen kamen ums Leben. Nach Einschätzung der staatlichen Katastrophenschutzbehörde wurden 55.000 Hektar Ackerland überflutet und über 400 Häuser komplett zerstört. Infrastrukturen wie Straßen, Brücken und Stromversorgung sind schwer beschädigt.

Die Menschen werden zunächst mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Hygieneartikeln unterstützt. Dies sei derzeit am dringlichsten, erklärt Peter Seidel, verantwortlich für Hilfsprojekte in Indien bei Caritas international. "Die Essensvorräte der überwiegend armen Bevölkerung sind meistens schon nach wenigen Tagen aufgebraucht. Beschädigte oder überflutete Toiletten sowie stehendes Wasser bergen zudem die große Gefahr vor Seuchen und Krankheiten", sagt Peter Seidel. So sind bereits Menschen an Leptospirose durch kontaminiertes Wasser gestorben. Außerdem gebe es gemäß Behörden über 350 gemeldete Infektionen und über 50 Verdachtsfälle.

Caritas Indien mit langer Fluthilfe-Erfahrung

Während der Monsunzeit zwischen Juni und September kommt es in der Region regelmäßig zu Überschwemmungen. Daher ist die Caritas seit Jahren mit Projekten vor Ort. Und die umgesetzten Katastrophenvorsorgeprogramme zeigen positive Wirkung: Die Zahl der Menschen, die bei den Katastrophen ihr Leben verlieren, hat sich im letzten Jahrzehnt erheblich reduziert. Die materiellen Schäden bleiben jedoch weiterhin hoch. 2017 waren über 45 Millionen Menschen in Südasien von den Überschwemmungen betroffen, in Indien waren es allein rund zehn Millionen Menschen, die ihr Zuhause, ihre Existenzgrundlage, ihre Ernten oder ihr Vieh verloren.

Spenden mit Stichwort "Fluthilfe Indien" werden erbeten auf:

  • Caritas international, Freiburg, IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BIC: BFSWDE33KRL oder online unter: www.caritas-international.de

 

Soforthilfe

Erdbeben, Epidemien, Überschwemmungen und Dürren sind für Menschen oft lebensbedrohlich. Caritas international hilft weltweit Menschen in Not, die von einer akuten Katastrophe betroffen sind: Bei der Soforthilfe geht es darum, möglichst schnell zu handeln, um Leben zu retten. Wenn unsere Partner sich mit einem dringenden Hilferuf an Caritas international wenden, prüft ein Krisenstab die Lage binnen weniger Stunden. Bei der Soforthilfe zählt jede Stunde!