Indonesien

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Nothilfe nach Erdbeben in Indonesien

Um kurz nach elf Uhr am Sonntagmorgen bebte die Erde auf Lombok gleich zweimal kurz hintereinander. Das zweite Beben erreichte eine Stärke von 6,5 und war damit ähnlich stark wie schon das Erdbeben vom 5. August, das bereits große Schäden hinterließ: Über 480 Menschen starben bei den Beben - mehr als 1.000 wurden teils schwer verletzt. Auch der materielle Schaden ist enorm. Insgesamt 71.740 Häuser wurden laut offiziellen Angaben des indonesischen Katastrophenschutzes beschädigt, wodurch knapp eine halbe Million Menschen ihr zu Hause verlassen mussten. Auch viele öffentliche Einrichtungen sind betroffen: Mindestens 450 Schulen wurden beschädigt oder ganz zerstört. Durch die erneuten Beben ist zu befürchten, dass die Zahlen noch steigen werden. Die meisten Touristen - von denen die Wirtschaft des Landes stark abhängt - verlassen derzeit das Land.

Mann vor zerstörtem HausMehr als 71.000 Häuser wurden zerstört. Vor allem den Norden der Insel Lombok haben die Beben stark getroffen.Foto: Caritas international

Caritas ermöglicht schnelle Hilfe

Bereits nach dem ersten Beben hatte Caritas international seinen Partnern vor Ort Soforthilfen von 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. Mit dem Geld sollen Notunterkünfte für die Menschen errichtet werden, deren Häuser zerstört worden sind. Zudem werden Nothilfe-Pakete verteilt, die Nahrungsmittel, Kochutensilien und Hygieneartikel beinhalten. Diese decken den grundlegenden Bedarf einer Familie für zwei Wochen ab. Gemeinsam mit zwei lokalen Partnern vor Ort garantiert Caritas international zudem eine medizinische sowie psychologische Grundbetreuung. Insgesamt 104 Regierungs- sowie Nichtregierungsorganisationen leisten derzeit - koordiniert vom örtlichen Militär -  Katastrophenhilfe auf Lombok. 

Da Caritas international bereits seit vielen Jahren ein Projektbüro in der indonesischen Stadt Yogyakarta unterhält und mit verschiedenen indonesischen Partnern wie der IDEP-Foundation zusammenarbeitet, verfügen wir über viel Erfahrung in der Katastrophenhilfe und stehen in engem Austausch mit der indonesischen Katastrophenschutzbehörde. Das weltweite Caritas-Netzwerk mit Organisationen in mehr als 160 Ländern weltweit erlaubt schnelle Hilfe. Caritas-Helfer müssen nicht erst eingeflogen werden: Sie sind bereits vor Ort und kennen sich mit den örtlichen Begebenheiten gut aus. Unsere Pressemittteilung finden sie hier.

Spenden mit Stichwort "Erdbebenhilfen Indonesien" werden erbeten auf:

  • Caritas international, Freiburg, IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BIC: BFSWDE33KRL oder online unter: www.caritas-international.de

 

Soforthilfe

Erdbeben, Epidemien, Überschwemmungen und Dürren sind für Menschen oft lebensbedrohlich. Caritas international hilft weltweit Menschen in Not, die von einer akuten Katastrophe betroffen sind: Bei der Soforthilfe geht es darum, möglichst schnell zu handeln, um Leben zu retten. Wenn unsere Partner sich mit einem dringenden Hilferuf an Caritas international wenden, prüft ein Krisenstab die Lage binnen weniger Stunden. Bei der Soforthilfe zählt jede Stunde!