Kampagne

Bangladesch

Die größte Katastrophe ist das Vergessen

Verfolgt und vertrieben vom myanmarischen Militär, das ihre Dörfer niederbrannte und viele Menschen der ethnischen muslimischen Minderheit umbrachte - traumatische Erlebnisse.

Schutz haben die Flüchtlinge im Osten Bangladeschs gefunden, südlich der Stadt Cox´Bazar, wo sie sich im Umfeld des bereits aus den 90er Jahren existierenden Lagers Kutupalong niederließen. Dieses Lager wurde somit fast über Nacht zu einem der größten Flüchtlingscamps in der Welt.

Flüchtende RohingyaDie Rohingya kamen nicht freiwillig nach Bangladesch. Sie wurden gewaltsam aus ihrer Heimat, aus Myanmar, vertrieben. Foto: Stefan Teplan / Caritas international

Improvisierte Hütten aus Kunststoffplanen und Holz entstanden, die jedoch kaum Schutz vor dem Monsun und der Kälte boten. Ohne Nahrung, ohne gesundheitliche Versorgung und ohne jegliche sanitäre Infrastruktur mussten die Menschen um ihr Überleben kämpfen. Die einheimischen Bewohner haben den Flüchtlingen so gut es ging geholfen, doch schnell wurde klar: Bangladesch ist auf die Unterstützung von Hilfsorganisationen angewiesen.

Einfachste Hilfe kann Leben retten

Verteilung von Lebensmitteln in BangladeschDie Menschen ließen bei der Flucht alles zurück. Wir versorgten sie mit dem Nötigsten. Die Menschen ließen bei der Flucht alles zurück. Wir versorgten sie mit dem Nötigsten.Caritas Internationalis

Wir von Caritas international, dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, und der Diakonie Katastrophenhilfe sichern das Überleben vieler Menschen in der Krisenregion gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen. Wir können extrem viel tun - bereits mit einfachsten Mitteln: wir verteilen Lebensmittel, Trinkwasser, Haushalts- und Hygieneartikel und verbessern die hygienischen Bedingungen, bauen Toiletten und Duschen mit Abwassersystemen. Erwachsene und Kinder bekommen Kleidung und Decken.

Aus den Medien aus dem Sinn?

Nun droht den Rohingya, dass die Öffentlichkeit und die Medien ihr Schicksal aus den Augen verlieren und ihre Not vergessen wird. Das aber wäre die größte Katastrophe. In unserer gemeinsamen Aktion "Die größte Katastrophe ist das Vergessen." wollen wir von Caritas international und der Diakonie Katastrophenhilfe genau das verhindern und dagegen ein starkes Zeichen setzen: Wir wollen erinnern und weiter helfen. Wir wollen das Leid der Betroffenen lindern und ihnen Perspektiven für die Zukunft eröffnen. Als Christinnen und Christen und als humanitäre Hilfsorganisationen helfen wir ALLEN Menschen, egal welcher Religion oder Herkunft. Unsere Hilfe orientiert sich an ihrer Bedürftigkeit.

Aus Nothilfe wird eine langfristige Unterstützung

Caritas international und die Diakonie Katastrophenhilfe engagieren sich mit Beginn der Vertreibung für die Rohingya. Stand am Anfang die Überlebenshilfe im Vordergrund, geht es nach fast einem Jahr darum, die Situation der Menschen im Flüchtlingscamp zu verbessern: Wir müssen sie unterstützen, sich vor dem kommenden Monsun zu wappnen, sie vor drohenden Zyklonen schützen und ihnen helfen, die grausamen Erlebnisse ihrer Vertreibung zu bewältigen. 

Kinder an einem Pumpbrunnen im Caritas Modelldorf in BangladeschCaritas baute für Rohingya-Flüchtlinge ein Modelldorf mit 182 Hütten, Brunnen und sanitären Anlagen. Die UN ist von dem Projekt so überzeugt, dass sie es anderen Organisationen zur Umsetzung empfiehlt.Foto: Nicola Glass

Trotz aller widrigen Umstände ist es das Ziel unserer Arbeit, den Menschen ein würdiges Leben im Flüchtlingscamp und wirkliche Aussichten auf eine Zukunft zu geben.

Eine Rückkehr in ihre Heimat ist gegenwärtig kaum vorstellbar: Die Menschen haben Angst, den Peinigern erneut machtlos ausgeliefert zu sein und wollen daher schlichtweg nicht zurück. Zudem ist auch Myanmar nicht willens, die Rohingya wieder aufzunehmen. Bangladesch wiederum, als eines der ärmsten Länder der Erde, ist nicht in der Lage, mit der Situation allein fertig zu werden. Hilfe, wie wir sie gemeinsam mit der Caritas Bangladesch leisten, ist also auf längere Sicht nötig. 

Doch um diese Hilfe leisten zu können, brauchen wir Ihre Unterstützung!

Helfen Sie mit, den Rohingya eine Zukunft zu ermöglichen!

Um auf die Situation und unsere Arbeit aufmerksam zu machen, bieten wir Ihnen verschiedene Materialien an, die Sie sich auf unseren Internet-Seiten herunterladen können. Angefangen von unserem Aktions-Motiv, dem Info-Flyer, den Text-Bausteinen für Gottesdienste und Veranstaltungen bis hin zu konkreten Projektinformationen und Hintergrundmaterialien finden Sie dort ein reiches Angebot. Alle Materialien können Sie natürlich auch direkt bei uns in größerer Menge kostenfrei nachbestellen.