Südsudan und Somalia

Gegen das Vergessen

Die größte Katastrophe ist das Vergessen

Plakatmotiv der Sommeraktion 2016

Die Katastrophenhilfswerke der evangelischen und katholischen Kirche wollen mit der gemeinsamen Aktion ein starkes Signal dafür setzen, dass wir das Leid der Betroffenen lindern und ihnen Chancen auf ein Überleben und Perspektiven für die Zukunft eröffnen wollen. Als Christen und als humanitäre Hilfsorganisationen helfen wir ALLEN Menschen. Wir unterscheiden nicht nach Religion und Herkunft. Unsere Hilfe orientiert sich an der Bedürftigkeit.

Es sind vor allem die lang anhaltenden, gewaltsam ausgetragenen Konflikte auf der ganzen Welt, die so gut wie gar nicht wahrgenommen werden. Die Folgen dieser Konflikte sind jedoch verheerend: Viele Millionen Unschuldige werden aus Ihrer Heimat vertrieben, geraten zwischen die Fronten, verlieren all ihr Hab und Gut, ihre Angehörigen, ihre Lebensgrundlage. Wenn sie Glück haben, finden sie Aufnahme bei anderen Menschen im eigenen Land oder gar im Ausland – einige schaffen es in ein Flüchtlingslager, andere – und das ist die Mehrheit - sind jedoch völlig auf sich allein gestellt. Viele von ihnen mussten über die Jahre bereits mehrmals fliehen. Die Betroffenen sind jung und alt, Frauen und Männer, Kinder und Kranke.

In diesem Jahr blicken Caritas international und die Diakonie Katastrophenhilfe auf die Menschen in Somalia und im Südsudan. Seit Dezember 2013 wird der Südsudan von einem bewaffneten Konflikt erschüttert, in dem Land herrscht eine schwere humanitäre Krise. Durch den andauernden Konflikt hat sich die ohnehin schon schwierige Versorgungslage im Südsudan weiter zugespitzt. Die Vertriebenen mussten ihre Felder im Stich lassen, ohne etwas anbauen oder ernten zu können. Es fehlt an ausreichend Nahrungsmitteln. Nach Schätzungen des Welternährungsprogramms (WFP) sind 2,5 Millionen Menschen im Südsudan von Hunger bedroht und benötigen dringend humanitäre Hilfe. Seit der Friedensvereinbarung im August 2015 hat sich zumindest die Sicherheitslage in einigen Bezirken der Krisenregion verbessert.

Durch den lang anhaltenden Konflikt in Somalia sind nach Angaben der Vereinten Nationen etwa 4,7 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, davon sind 1,1 Millionen aus ihren Heimatdörfern vertrieben. Viele Flüchtlingscamps in Somalia bestehen seit vielen Jahren. Die Flüchtlinge warten darauf, nach Hause zurückkehren zu können. Die wichtigsten Gründe für Vertreibungen sind Gewalt in der unberechenbaren Krise sowie regelmäßig auftretende natürliche Katastrophen. Viele Flüchtlinge kamen während der letzten Dürre in die Hauptstadt Mogadischu, weil sie ihre Lebensgrundlage als Viehhirten verloren hatten. Andere, immer wieder auftretende natürliche Katastrophen sind Überschwemmungen entlang des Flusses Shabelle in den Regionen Hiraan, Middle und Lower Shabelle.

In Somalia und im Südsudan sind die Betroffenen traumatisiert von der Gewalt, leben unter schwierigsten Bedingungen, haben kaum Zugang zu sauberem Wasser, Nahrungsmitteln, medizinischer Versorgung und Bildung.

Wir sichern das Überleben vieler Menschen in der Krisenregion gemeinsam mit unseren Partnern. Wir können extrem viel tun. Wir leisten nicht nur Soforthilfe mit lebensnotwendigen Dingen wie Lebensmitteln oder Wasser, sondern kümmern uns auch um Hygiene und bieten Bildungsprogramme an. Schulkinder bekommen eine tägliche Mahlzeit, und Rückkehrern in ihre zerstörte Heimat geben wir Starthilfen für die Selbstversorgung.

Es ist aber noch viel mehr Hilfe für die unzähligen Betroffenen notwendig. Dafür brauchen war IHRE Unterstützung.

Um auf die Situation und unsere Arbeit aufmerksam zu machen, bieten wir Ihnen verschiedene Materialien an, die Sie sich auf unseren Internet-Seiten herunterladen können: angefangen von unserem Aktions-Motiv, dem Info-Flyer, den Text-Bausteinen für Gottesdienste und Veranstaltungen bis hin zu konkreten Projektinformationen und Hintergründen finden Sie dort ein reiches Angebot. Alle Materialien können Sie natürlich auch direkt bei uns in größerer Menge nachbestellen.