Im Porträt

Caritas Arequipa / CIDDH

Luca Weigand & Emanuel Wolf

Seit kurzem steht es fest: Luca Weigand, 18 Jahre alt aus Mannheim, und Emanuel Wolf, ebenfalls 18 aus Bühl, werden die ersten „weltwärts-Freiwilligen“ sein, die ein Projekt von Caritas international besuchen werden. Ihr Freiwilligeneinsatz im Rahmen der neuen Kooperation zwischen der Fachstelle Internationale Freiwilligendienste der Erzdiözese Freiburg und Caritas international führt sie nach Peru. Im Kurzinterview stellen sich die beiden vor.

GruppenportraitLuca Weigand und Emanuel Wolf eine Woche vor ihrer Ausreise nach PeruReiner Fritz

Bald geht’s los - fühlt ihr euch gut vorbereitet?

Luca: Am 8. August fliegen wir nach Peru. Wir hatten im Februar bereits ein Wochenendseminar und jetzt im Juli ein zehntägiges Ausreiseseminar, gemeinsam mit anderen weltwärts-Freiwilligen. Dort wurden wir gut vorbereitet.

Emanuel: Ich freue mich, wenn es endlich losgeht. Ich fühle mich bereit, auch wenn es dann schon nochmal aufregend sein wird… ganz genau weiß man ja doch nie, wie es wird, welche Leute man trifft, wie man wohnt und solche Dinge.

Warum habt ihr euch für ein freiwilliges soziales Jahr in Peru entschieden?

Emanuel: Meine Mutter kommt aus Peru, daher habe ich einen sehr persönlichen Bezug zu dem Land. Und dass ich ein Jahr im Ausland verbringen möchte, das war mir irgendwie schon lange klar. Natürlich möchte ich helfen so gut ich kann, aber es wird vor allem auch darauf ankommen, viel zu lernen, zuzuschauen und Erfahrungen zu sammeln.

Luca: Ich wollte nach dem Abi nicht sofort mit einem Studium beginnen, sondern irgendetwas tun, was mir wirklich sinnvoll erscheint. Südamerika und Peru speziell haben mich schon immer fasziniert. Über Bekannte bin ich dann auf das weltwärts-Programm der Erzdiözese Freiburg aufmerksam gemacht worden. Zunächst wusste ich gar nicht, dass es ein Caritas-Projekt ist - auf die Kooperation wurden wir dann später hingewiesen. Da wurde uns dann gesagt: Ihr zwei seid die ersten Freiwilligen, die in ein Projekt von Caritas international gehen werden.

Emanuel: Ich freue mich, dass wir in ein Projekt von Caritas international gehen können. Und ich bin auch ein bisschen stolz, dass wir die ersten weltwärts-Freiwilligen in Caritas-Projekten sind.

Wo genau werdet ihr denn arbeiten?

Emanuel: Ich werde in Arequipa im Süden des Landes sein. Gemeinsam mit Caritas international sorgt sich die Caritas Arequipa dort um die Inklusion von Kindern mit Behinderung.

Luca: Ich bin in der Hauptstadt Lima in einem Projekt zur Drogen- und Suchtberatung. Das Projekt wird von einer weiteren Partnerorganisation von Caritas international, dem CIDDH, durchgeführt.

Wir wünschen euch ein spannendes und außergewöhnliches Jahr. Seid ihr nervös?

Emanuel: Nervös ist vielleicht nicht das richtige Wort - aber positiv aufgeregt bin ich schon. Wir waren beide noch nie so lange weg von zu Hause. Ich freue mich auf den interkulturellen Austausch und die Erfahrungen.

Luca: Wir können bestimmt viel lernen. Auch wenn vielleicht nicht alles einfach wird; es gibt bestimmt auch mal ein paar Probleme. Die neue Sprache, die neue Kultur. Auch Heimweh werden wir sicher mal haben. Aber diese Ängste verfliegen bestimmt, wenn wir erstmal da sind. Ein Jahr ist ein toller Zeitrahmen - man kann sich auf den Ort und die Leute wirklich einstellen - wir gehen ja schließlich nicht nach Peru, um dort Urlaub zu machen.

Die Fragen stellte Kim Kerkhof / Juli 2017