Im Portrait

Caritas Armenien

Tigran Petrosyan

Porträt Tigran Petrosyan

Lobbyisten gibt es auch auf der Seite der Guten - nicht nur für die Rüstungsindustrie, für Parteipolitik, für Pharma- oder Autokonzerne. Und Tigran Petrosyan ist einer der Guten. Sein Job: Eine Lobby für die Menschen am Rande der Gesellschaft aufzubauen. Seine Klientel sind die Kinder aus schwierigen Verhältnissen, die Alten, die Kranken oder behinderten Menschen. Für sie ist die Lobbyarbeit, oder anders formuliert: die Anwaltschaft, die ihre Interessen vertritt und Einfluss auf politische Entscheidungsträger nimmt, auf Dauer unglaublich wichtig.

Gerade in Ländern wie Armenien, in denen die staatliche Unterstützung für benachteiligte Gruppen kaum ausgeprägt ist, braucht die soziale Arbeit eine Basis, die die Projekte auf Dauer von der Hilfe von außen unabhängiger macht. Hilfe zur Selbsthilfe heißt das Motto der Caritas. Und das bezieht sich nicht nur auf die einzelnen Menschen, die sich in einer Notlage befinden, sondern auch auf die Projekte selbst. Das langfristige Ziel ist auch hier die Stärkung und finanzielle Sicherung, damit die soziale Arbeit keine neue Abhängigkeit vom Tropf ausländischer Gelder etabliert. So sieht Caritas international ein Projekt als besonders erfolgreich, wenn es nicht mehr gefördert werden muss.

Eigentlich ist es ja die hehre Aufgaben eines Staates, für das Wohl seiner Mitbürger/innen zu sorgen. Nur leider müssen Politiker wohl überall auf der Welt immer wieder an diese Pflicht erinnert werden. 
Und genau dafür möchte Tigran Petrosyan in seinem Land sorgen. 

Juli 2014 

Tigran Petrosyan hat sich im Juni 2014 beim Deutschen Caritasverband und bei Caritas international Schützenhilfe gesucht und als Fortbildung hier den Kolleginnen und Kollegen eine Woche lang über die Schulter geschaut.