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Asien

Katastrophenhilfe

Nepal: Hilfen nach dem Erdbeben

Bezahlte Arbeit

Eine Familie steht vor einem Rohbau.Das fast fertiggestellte Haus von Dhan Bahadur Khadka in Kalika. Ein von Caritas ausgebildeter Maurer half ihm dabei. David Booker, Caritas international

Das Haus von Dhan Bahadur Khadka in Kalika wurde beim Erbeben im April 2015 völlig zerstört. Gott sei Dank kam niemand zu Schaden. Eine provisorische Wellblechhütte bot der sechsköpfigen Familie seither Unterschlupf. Während dieser Zeit versorgte Caritas sie mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Plastikplanen. Etwas Geld verdient die Familie mit Landwirtschaft, sie haben ein paar Kühe und Ziegen. Mit dem Gewinn können sie die Schulkosten der Kinder bezahlen, für mehr reicht es nicht, und schon gar nicht für den Bau eines neuen Hauses.

Durch das „Cash for work“-Programm (Arbeit gegen Bezahlung) der Caritas hatte die Familie aber die Möglichkeit, etwas Geld dazuzuverdienen. So konnten sie sich einige Wochen gut versorgen und einen Teil für den Wiederaufbau zurücklegen. Zusammen mit der staatlichen Unterstützung, die sie erhalten haben, aber auch mit Krediten, die aufgenommen werden mussten, ist nun der Rohbau des Hauses fertig. Am Bau ist auch ein Maurer beteiligt, der durch Caritas in erbebensicherer Bauweise ausgebildet wurde. Dhan hofft, dass Caritas ihn und die Familie weiter unterstützen wird.

Geld für Bau und Lebensunterhalt

Ein Mann und eine Frau vor einem Rohbau.Sarada und Balaram Khatri vor dem Rohbau ihres neues Hauses, das zehn Menschen Platz bieten muss. Caritas half dem Ehepaar mit Nothilfegütern, Material für eine Notunterkunft und bezahlter Arbeit.David Booker, Caritas international

Ähnlich erging es Sarada und Balaram Khatri aus Thorkarpa, deren zwei Häuser beim Erdbeben völlig zerstört wurden.

Heute stehen sie nun vor ihrem neuen, halb fertigen Haus. Bis dahin war es ein langer und schwerer Weg, der noch nicht zu Ende gegangen ist. Noch leben die beiden gleich nebenan in einer Wellblechunterkunft. Das Material dazu wie auch andere Nothilfegüter erhielten sie von Caritas. Das Paar hält sich mit Landwirtschaft über Wasser, es reicht gerade für sie, nicht aber für den Rest der zehnköpfigen Familie. Mit dem „Cash for work“-Programm der Caritas konnten sie einige Baumaterialien und anderes finanzieren. Ihre Söhne arbeiten mittlerweile in Kathmandu, um Geld für den Wiederaufbau zu verdienen. Wenn es die Zeit zulässt, kommen sie in das Dorf und helfen beim Bauen. Balaram hat in den Trümmern nach verwertbaren Steinen gesucht, die für den Neubau verwendet werden. Doch benötigt er noch jede Menge Holz, das viel Geld kostet. Er bekommt staatliche Unterstützung und hat Kredite aufgenommen. Seine größte Sorge ist nun, dass er die Darlehen nicht zurückzahlen kann. Er sei sehr glücklich über die Unterstützung von Caritas, sagt er, und er hoffe, dass diese fortgesetzt werde, am besten mit weiterer bezahlter Arbeit.

David Booker, März 2017