zurück

Afrika

Krisen und Konflikte

Kongo: Hilfe für Opfer der Konflikte

Hilfsgüter für intern Vertriebene

Zivilisten sind die Opfer der kriegerischen Auseinandersetzungen im Osten Kongos. Zivilisten sind die Opfer der kriegerischen Auseinandersetzungen im Osten KongosTaylor Kakala/Caritas Congo

Die Region Goma in Nord Kivu steht momentan am Anfang der Regenzeit. Insbesondere in den Bergen sind Tausende von Flüchtlingen und Vertriebenen in selbst organisierten Behelfslagern untergekommen. Provisorischer geht es nicht: Mit Stroh und Plastikplanen schützen sie sich vor Nässe und Kälte. 

Auch in der Region Bibwe haben sich Tausende in solchen Behelfslagern zusammengefunden. Die Menschen stehen hier quasi vor dem Nichts. Caritas international unterstützt die Vertriebenen: mit Kleidung, Nahrungsmitteln, einer Haushaltsausstattung  mit Töpfen, Plastikeimer, Metalltellern und Löffeln, Plastikcontainern und Kellen. Zum besseren Schutz gegen Regen und Kälte werden 1.700 Familien oder 8.500 Personen mit angemessener Kleidung versorgt. Dazu gehören ein Wickeltuch, Kleidung für Kinder und Erwachsene, Decken, ein Ballen Stroh zum Isolieren der aus alten Planen gebastelten Zelte und Matten sowie Matratzen, um nicht auf dem feuchten Boden nächtigen zu müssen.

Solange die Menschen in Behelfslagern verweilen und nicht erneut fliehen müssen, erleichtern diese Haushaltsgegenstände das tägliche Leben und beugen ein Stück weit gegen Infektionskrankheiten vor.

Im Gegensatz zu vielen ausländischen Organisationen, die die Provinz Nordkivu aufgrund der angespannten Lage im Kongo verlassen haben, ist die lokale Caritas weiter in Goma präsent. Seit langem gehört sie in der Region zu den wichtigsten und angesehensten humanitären Organisationen - auch dank der kontinuierlichen Unterstützung durch den Deutschen Caritasverband mit seinem Hilfswerk Caritas international. "Das Caritas-Büro mit seinen rund 60 Mitarbeitern blieb zum Glück von den Angriffen verschont", berichtet der Direktor der Caritas in Goma, Abbé Oswald Musoni. Die wichtigste Voraussetzung, um schnelle Hilfe für die Bevölkerung leisten zu können.

Ankunft von Vertriebenen aus der Zentralafrikanischen Republik

Dringend Hilfe benötigen auch mehrere zehntausend Flüchtlinge und Vertriebene, die im Sommer vor den Kämpfen in der angrenzenden Zentralafrikanischen Republik  in den Kongo geflohen sind. Im Gebiet der Diözese Molegbe wurden bislang 4.500 Familien vom Flüchtlingshilfswerk registriert. Besonders schwache Flüchtlinge wie Menschen mit Behinderungen, alte Menschen und alleinstehende Frauen werden über die Diözese Molegbe, dem lokalen Partner der Caritas international, mit Hausrat, Nahrungsmitteln, Kleidung und Decken versorgt.

 

Neben der unmittelbaren Hilfe für die Vertriebenen im Kongo unterstützt Caritas international Projekte für ehemalige Kindersoldaten.

September 2013