Freiburg, 23. Oktober 2003. Anlässlich der Irak-Geberkonferenz, die heute in Madrid beginnt, fordert Caritas international von der Bundesregierung, sich an den Kosten für den Wiederaufbau des Landes zu beteiligen. "Es geht nicht nur darum, die Folgen des Krieges zu beheben, sondern auch die Folgen des jahrelangen UN-Embargos", sagte der Leiter von Caritas international, Martin Salm. "Das Embargo hat dazu geführt, dass viele Iraker heute in Armut leben. Daran hat sich auch Deutschland beteiligt. Deshalb sollte die Bundesregierung hier ihre Verantwortung für die Menschen im Irak wahrnehmen. Denn um die Menschen geht es vor allem", erklärte Salm weiter. Darüber hinaus fordert Caritas international von der Geberkonferenz die Entscheidung für einen Schuldenerlass für den Irak, um einen schnellen Wiederaufbau zu gewährleisten. Denn auch die westliche Wirtschaft habe am Handel mit dem Regime verdient, sagte Salm.
Das internationale Caritasnetzwerk ist seit 1992 vor allem in der Ernährungssicherung für Kleinkinder tätig. Momentan leistet das Caritasnetzwerk im Irak Hilfe im Umfang von acht Millionen Euro. Schwerpunkte der Arbeit sind der Wiederaufbau und die Betreibung von Gesundheitszentren und die Fortführung der Arbeit in den Ernährungszentren für Kleinkinder, schwangere Frauen und stillende Mütter sowie die Wasserversorgung.
Für ihre Hilfsprogramme ruft Caritas international zu Spenden mit Stichwort "
Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00 oder online unter: http://spende.caritas-international.de
Diakonie Katastrophenhilfe , Stuttgart, Spendenkonto 502 707 bei der Postbank Stuttgart BLZ 600 100 70 oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/
Caritas international gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 162 nationalen Mitgliedsverbänden.