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Pressemitteilung des Deutschen Caritasverbandes,Caritas international |
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Irak: Caritas befürchtet Anwachsen der Not |
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Freiburg/Baghdad, 17.12.98. Caritas international befürchtet eine dramatische Verschlechterung der Versorgungslage infolge der jüngsten Bombenangriffe auf Ziele im Irak. "Wir sind darüber bestürzt, daß sich die ohnehin schon große Not der Zivilbevölkerung höchstwahrscheinlich noch verschärfen wird", so Martin Salm, Leiter von Caritas international. Mitarbeiter der Caritas Irak hatten Caritas international in Freiburg heute morgen mitgeteilt, daß vor allem der westliche Teil Baghdads mit dem Stadteil Karkh von den Bombenangriffen betroffen sei. Dort befänden sich auch Raffinerien. Die irakische Caritas sieht aufgrund der angespannten Versorgungslage die dringende Notwendigkeit für weitere Lebensmittelhilfen. Für die sofortige Beschaffung von Lebensmitteln im Nachbarland Jordanien hat Caritas international 200.000 Mark bereitgestellt. Als einzige im gesamten Irak zugelassene Hilfsorganisation versorgt die Caritas seit Jahren mehr als 250.000 Menschen, die durch die Auswirkungen des seit 1991 geltenden Embargos von Hunger bedroht sind. Schätzungen der Vereinten Nationen gehen davon aus, daß monatlich tausende Kinder an Unterernährung sterben. Durch mehrere hundert lokale Mitarbeiter in allen Landesteilen des Irak werden die Nothilfen der Caritas auch in den nächsten Tagen weitergehen. Für ihre Hilfsprogramme ruft Caritas international zu Spenden auf. Spenden mit Stichwort "Irak" werden erbeten auf: |
Pressemitteilung
Irak: Caritas befürchtet Anwachsen der Not
Erschienen am:
17.12.1998
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