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Pressemitteilung des Deutschen Caritasverbandes,Caritas international |
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Angepaßte Hilfe soll Akzeptanz für Flüchtlinge erhöhen |
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Freiburg, 14.4.1999. Die nach Albanien und Mazedonien fließende internationale Hilfe darf nicht zu einer Verstärkung der politischen Spannungen in diesen Ländern beitragen. Darauf wies der Leiter von Caritas international, Martin Salm, heute nach seiner Rückkehr aus Mazedonien in Freiburg hin. So wie ein Großteil der Hilfsmaßnahmen jetzt angelegt sei, wachse die Gefahr, daß sie mit einer Kriegspartei assoziiert würden, so Salm. Dies vermindere insbesondere in Mazedonien die Akzeptanz für die Aufnahme der Vertriebenen aus dem Kosovo. Salm unterstrich die Bedeutung der umfassenden und schnellen Nothilfe, wie sie zum Beispiel auch durch die Bundeswehr beim Aufbau von Flüchtlingslagern umgesetzt wurde. Dennoch müßte jetzt möglichst bald eine Übergabe an den UNHCR und private Hilfswerke erfolgen. Außerdem sei eine Umorganisation der Flüchtlingslager mit stärkerer Partizipation der Flüchtlinge dringend geboten, um psychosozialen Problemen vorzubeugen. Dazu gehöre auch Betreuung und Unterricht für Kinder. |
Pressemitteilung
Kosovo: Humanitäre Hilfe darf Spannungen nicht vergrößern
Erschienen am:
14.04.1999
Beschreibung