Freiburg, 27.08.03. Caritas Liberia hat mit der Nahrungsmittelverteilung an Vertriebene in Monrovia und in den Flüchtlingslagern außerhalb der Stadt begonnen. "Es müssen schnellstens Nahrungsmittel in den Lagern verteilt werden. Denn nur dann werden die Menschen die völlig übervölkerte Stadt verlassen", erklärt Dr. Barbara Krumme, Tropenärztin, die seit zwei Wochen in Monrovia ist. Zehntausende Vertriebene waren vor den Kämpfen aus Lagern um Monrovia in die Hauptstadt geflüchtet. In der Stadt ist die Gefahr der Cholera noch nicht gebannt, deshalb ist bei der Rückführung der Flüchtlinge Eile geboten. Die Caritas wird in den nächsten zwei Wochen in Flüchtlingslagern Lebensmittel, Haushaltsgerät und Kochgeschirr sowie Matratzen und Decken verteilen.
Zwei Gesundheitseinrichtungen, die die Caritas in den letzten zwei Wochen instand gesetzt hat, nehmen heute ihren Dienst wieder auf. Beide Zentren waren geplündert worden.
Die Situation im Norden Liberias bleibt weiter sehr unsicher. Erneut sind Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen aufgeflammt. Marodierende Soldaten verbreiten Angst und Schrecken. Mitarbeiter lokaler Caritaseinrichtungen berichten, dass noch immer Zehntausende auf der Flucht seien. Tausende haben Zuflucht in kirchlichen Einrichtungen gesucht. Humanitäre Hilfe ist nur eingeschränkt möglich. "Wir erhalten Hilferufe aus Kliniken und Missionsstationen, auf die wir aufgrund der Sicherheitslage derzeit nicht reagieren können", sagt Krumme.
Für ihre Hilfsprogramme ruft Caritas international zu Spenden mit Stichwort "
Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00 oder online unter: http://spende.caritas-international.de