Freiburg, 25. Juli 2005. Wie denken
Afrikaner über den G8-Gipfel? Was hat sich seit der Hungersnot von 1984 in
Äthiopien getan? Wie sieht afrikanischer Alltag jenseits der Klischees aus? Um
das herauszufinden, hat Caritas international 19 Äthiopierinnen und Äthiopier
mit Digitalkameras ausgestattet und sie gebeten, bis zum Ende dieses Jahres in
ein Internettagebuch ihre Fotos einzustellen. Die Fotografen kommentieren auf
der Website ihre Bilder und erzählen mehr über ihren Alltag in Äthiopien. Sie
laden dazu ein, ihnen zu schreiben und sich über die teilweise atemberaubenden,
teilweise überraschenden und manchmal auch schockierenden Bilder mit ihnen
auszutauschen.
Das Internet-Projekt nimmt die an Live8 und G8 geäußerte Kritik ernst, dass es
wichtig sei, nicht nur über Afrika zu sprechen und über die Köpfe der Afrikaner
hinweg zu entscheiden, sondern die Menschen auf dem Kontinent selbst zu Wort
kommen zu lassen. Das Internet-Projekt von Caritas international hat genau das
zum Ziel. Die 19 Teilnehmer teilen uns ihre Gedanken, ihre Träume und ihre
Ängste mit. „Ich bin froh dabei zu sein, um Geschichten über mein Leben und
mein Land zu erzählen“, sagt
Ashenafi
Gudeta
, einer der Fotografen. Alle Teilnehmer werden von
der Caritas
Äthiopien beim Transport innerhalb des Landes unterstützt. Von einer
professionellen Fotografin hatten sie zuvor eine Schulung erhalten.
Das Internettagebuch und weitere Informationen zu Äthiopien finden Sie auf der
Homepage von Caritas international:
http://www.caritas-international.de/20326.html
Mit über 4 Millionen Euro konnte die Arbeit der Caritas Äthiopien allein in den
letzten beiden Jahren 2003 und 2004 von Caritas international unterstützt
werden.