Freiburg, 22. Juni 2004. Was kann die Caritas gegen die
zunehmende soziale Verelendung in Russland tun? Diese Frage werden die vier
russischen, katholischen Bischöfe mit Vertretern des Deutschen Caritasverbandes
und Caritas international auf einer gemeinsamen Tagung vom 23. bis 25. Juni in
Freiburg diskutieren.
Deutscher Caritasverband und Caritas international haben beim Aufbau der
sozialen Arbeit und der Katastrophenhilfe in Russland eine zentrale Rolle
gespielt. Seit Gründung der russischen Caritas im Jahr 1991 wurden ca. 20
Millionen Euro für Hilfsprogramme bereitgestellt. In regelmäßigen
Erfahrungsaustauschen werden Kenntnisse aus der Inlandsarbeit des
Caritasverbandes weitergegeben und deutsche Modelle auf ihre Übertragbarkeit
hin kritisch diskutiert. Der Besuch der russischen Bischofskonferenz, die
erstmals in Deutschland anlässlich eines solchen Arbeitstreffens zu Gast ist,
ist auch ein Zeichen der Wertschätzung der in der Vergangenheit geleisteten
Unterstützung.
Nach schwierigen Aufbaujahren wird die soziale Arbeit in Russland mittlerweile
von 800 Mitarbeitern in rund 80 Caritasstellen geleistet. Ihre Aufgaben reichen
von der Flüchtlingsberatung für Afghanen in Moskau über Obdachlosenhilfe in
Sankt Petersburg bis hin zur Fluthilfe in Sibirien. Insgesamt werden jährlich
80.000 Personen mit solchen Hilfsprojekten erreicht. Weitere Hilfe ist dringend
notwendig: Der Gesundheitszustand der 145 Millionen Russen, wichtiger Indikator
für die soziale Lage des Landes, ist bis auf das Niveau der 50er Jahre gesunken.
Die durchschnittliche Lebenserwartung ist von 66 auf 60 Jahre gefallen.
Schätzungen zufolge gibt es 3,5 Millionen Drogensüchtige und 300.000
HIV-Infizierte. Zudem verzeichnet Russland die höchste Kindersterblichkeit Europas.
Um die bisherige soziale Arbeit der Caritas Russland weiter ausbauen zu können,
wird es in den nächsten Jahren vor allem darauf ankommen, zusätzliches
qualifiziertes Personal zu gewinnen und auszubilden. Ein Weg, der in Freiburg
diskutiert werden soll, könnte der Ausbau der Freiwilligenarbeit sein.
Weitere Informationen zu den Projekten finden Sie
hier
:
Für ihre Hilfsprogramme ruft Caritas international zu Spenden mit Stichwort „
Russland
“
auf:
Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank für
Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00 oder
online unter:
http://spende.caritas-international.de
Diakonie
Katastrophenhilfe
,
Stuttgart, Spendenkonto 502 707 bei der Postbank Stuttgart BLZ 600 100 70 oder
online
www.diakonie-katastrophen
h
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