Im Portrait

Caritaspartner in Israel

Farid Abu Gosh

Trust of Programs for Early Childhood

Dort, wo Farid Gosh lebte, hat der Konflikt verschiedene Formen angenommen, hat aber nie ein Ende gefunden. Viele in Jerusalem haben die Feindschaft mitgetragen und forciert, doch Farid hat einen anderen Weg beschritten: den Menschen am untersten Rand der palästinensischen Gesellschaft zu helfen: den Frauen, Kindern und den Alten.

Unter dieses Motto hat Farid Abu Gosh seine ganze berufliche Laufbahn gestellt. Als Direktor der I.C.C.A. (Israeli Community Center Association) hat er sich lange Jahre für das "empowerment", die Stärkung von Frauen in der palästinensischen und isaraelischen Gesellschaft engagiert sowie Programme zur Förderung des israelisch-palästinensischen Dialogs geleitet.  

1984 hat Farid Abu Gosh die Organisation "Trust of Programs for Early Childhood, Family and Community Education", (Bildungsprogramme für Kinder- Familien- und Gemeinden) gegründet. "Trust" ist eine lokale, unabhängige, nicht-politische und nicht-konfessionelle Entwicklungsorganisation, die rein humanitären Werten verpflichtet ist. Auch wirtschaftlich ist "Trust" unabhängig und finanziert sich ausschließlich über internationale Unterstützer wie Caritas international. Das Ziel von "Trust" ist, die Lebensqualität der palästinensischen Bevölkerung zu verbessern und damit auch die Beziehungen zwischen Palästinensern und Israelis auf lange Sicht friedlich zu gestalten. Denn Friede kann nur erreicht werden, wenn beide Gruppen auf Augenhöhe miteinander leben.

Trust unterhält auf verschiedenen Ebenen Programme, die auf den Bedürfnissen der Gemeinden beruhen und die Möglichkeiten und Fähigkeiten der Betroffenen mit einbeziehen und fördern. Der Ansatz von "Trust" findet auch internationale Beachtung und Verbreitung: Jüngst erst ist das Modell in Essen übernommen worden, um die Integration der Libanesen in die deutsche Gesellschaft zu fördern.

August 2006