Afrika  

Spende

Nach der Dürrekatastrophe in Ostafrika

UN erklären Dürrekatastrophe für überstanden - Caritas international bleibt vor Ort, um Katastrophenpräventionsprogramme durchzuführen

Monate-, teils jahrelang war in Teilen Somalias, Äthiopiens, Kenias und anderen Ländern am Horn von Afrika der Regen ausgeblieben - mit verheerenden Folgen für die Menschen. Nachdem es ab Oktober 2011 wieder erste Regen gab und nun gute Ernten eingefahren werden konnten, erklärten die Vereinten Nationen die Hungerkatastrophe nun für beendet.

Dürre am Horn von Afrika
Selbst in diesen einfachen Sandbecken ist Wasser
inzwischen rar   Foto: Laura Donkin / Caritas England

Caritas international hatte die Opfer der Dürre mit Lebensmitteln und Trinkwasser unterstützt. Das Hilfswerk der deutschen Caritas wird langfristig helfen und weiterhin Maßnahmen zur Katastrophenprävention unterstützen.

Dank vieler Spenden ist Caritas international glücklicherweise in der Lage, langfristig Projekte zur Katastrophenvorsorge zu unterstützen. Im Fokus der Nothilfe stehen die Schwächsten in der Bevölkerung: Kinder, Schwangere, alte Menschen und Frauen mit Kleinkindern. 

Die Hilfen der Caritas

In Somalia gehört Caritas international zu der Handvoll Hilfsorganisationen, die in der Lage sind sowohl in den von der Regierung kontrollierten Gebieten als auch in Milizengebieten helfen zu können. Möglich ist das dank der lokalen Hilfsorganisation Daryeel Bulsho Guud (= Hilfe für alle), die seit 1992 von Caritas international und der Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt wird. Während der Dürre 2011 wurden dort Lebensmittel und Trinkwasser für 700.000 Euro im Gebiet der Al Shabab-Milizen verteilt sowie Tiefbrunnen gebohrt. Das 30 Mitarbeiter starke Team ist erfahren darin, für die notleidenden Menschen Hilfe im Bürgerkrieg zu leisten. Das ist nur möglich, weil Daryeel Bulsho Guud sich strikt neutral und unabhängig verhält. Die Helfer sind überwiegend Muslime (nur ein Prozent der Bevölkerung Somalias ist christlichen Glaubens). Die Organisation achtet zudem darauf, Mitarbeiter aus den verschiedenen Clans einzustellen, um auch auf diese Weise ihre strikte Neutralität zu unterstreichen. Trotzdem ist die Hilfe in Somalia gefährlich: So sind in den Jahren 2008 und 2009 drei Mitarbeiter ums Leben gekommen.

In Äthiopien gibt es im Gegensatz zu seinen Nachbarstaaten eine halbwegs funktionierende Vorsorge gegenüber Dürrekatastrophen durch Staat und Hilfsorganisationen. Dieses Netzwerk kann im Notfall sieben Millionen hungernde Menschen versorgen. Im vergangenen Spätsommer waren aber aufgrund mehrerer ausfallender Ernten zusätzlich 4,5 Millionen Menschen auf Hilfe von außen angewiesen. Die Caritas versorgte dabei 650.000 von ihnen mit Trinkwasser und Lebensmittelhilfen.

Auch die Versorgungslage in Kenia war dramatisch. Die Vereinten Nationen sprachen von 3,75 Millionen Hunger leidenden Menschen, eingeschlossenen der sudanesischen Flüchtlinge in den Grenzregionen.
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Im Südsudan waren die Regionen Lakes, Nord-Bahr-El-Ghazal, Ost-Equitoria, Warrap, Teile von Zentral-Equitoria und Jonglei besonders schwer betroffen, weil dort über Monate nur schwach und unregelmäßig Regen gefallen war. Die Caritas im Südsudan meldete, dass die Menschen in diesen Regionen außer am Mangel von Lebensmitteln auch unter den stark ansteigenden Preisen litten – und nach wie vor leiden. Hier unterstützte Caritas international die Bevölkerung mit Lebensmitteln und Saatgut.

Die langfristigen Hilfen

Caritas international ist am Horn von Afrika seit vielen Jahren aktiv. Viele Projekte verfolgen den Zweck, die Menschen auf die immer wiederkehrenden Dürren vorzubereiten. Im Norden Äthiopiens etwa führt Caritas mit dem Bau von Dämmen ein Wasserversorgungsprojekt durch, das die Versorgung entscheidend verbessert.

In zwei Regionen finanziert Caritas den Bau von Brunnen. Ziel ist es, langfristig ein Netz der Wasserversorgung aufzubauen, das die Wasserversorgung auch in Trockenzeiten gewährleistet. Ein anderer Schwerpunkt der langfristigen Hilfe ist die Bereitstellung von dürreresistentem Saatgut, damit bei verzögerten Regenzeiten das Getreide nicht schon vor der Keimung verdorrt. 

2,2 Millionen Euro hat Caritas international für die Hilfsmaßnahmen verwendet, weitere Mittel stehen für mittel- und langfristige Hilfen zur Verfügung.

Für diese langfristige und nachhaltige Arbeit bittet Caritas international weiterhin um Spenden.

Hinweis: Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen - DZI empfiehlt Spenden an Caritas international für die Hilfen in Ostafrika in einem Informationsblatt für Spender .

Spenden Sie online mit dem Spendenbutton oder mit dem Stichwort
„Hungersnot Ostafrika“ per Banküberweisung:

Caritas international Freiburg
Spendenkonto 202
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
BLZ 660 205 00.

Charity SMS: SMS mit CARITAS an die 8 11 90 senden (5 EUR zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Caritas international 4,83 EUR)

Februar 2012