Freiburg, 23. April 2003. Das Maison Shalom in Burundi und seine Leiterin Marguerite Barankitse ist einer der beiden Gewinner des "The World's Children's
Prize", bekannt als der Kindernobelpreis. Die Gewinner wurden gestern in Stockholm bekannt gegeben. Das Projekt wird seit 1994 maßgeblich von Caritas international gefördert; seit 2002 besteht auch eine Förderung durch Mittel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Der "Kindernobelpreis" wird jährlich von der schwedischen Organisation Children’s World vergeben. Hunderttausende Kinder auf der ganzen Welt waren aufgerufen den diesjährigen Preisträger zu wählen. Die Preisverleihung wird am 28.04.03 in Stockholm von der schwedischen Königin Silvia im Schloss Gripsholm vorgenommen.
Im Maison Shalom in Burundi leben 300 Hutu- und Tutsi-Kinder im Alter von 6 Monaten bis 16 Jahren, die nach ethnisch motivierten Massakern ihre Eltern verloren haben. "Die Kinder teilen denselben Schmerz und haben ein Recht auf dieselbe Behandlung", sagt Marguerite Barankitse. "Die Erfahrungen von Gewalt und Verlust der Familie kann ich ihnen nicht nehmen, aber ich kann ihnen beibringen, in einer Gemeinschaft zusammenzuleben." Kinder und Erzieherinnen zeigen mit ihrem Zusammenleben im "Maison Shalom", dass ethnische Spannungen abgebaut werden können. Das erste Maison Shalom entstand nach einem Massaker im Oktober 1993.
Barankitse gelang es bei einer blutigen Auseinandersetzung, 25 Kinder zu verstecken und ihnen damit das Leben zu retten.
Interviewanfragen:
Christoph Klitsch-Ott, Afrika-Referent bei Caritas international, hat drei Jahre in Burundi gelebt und das Projekt mit aufgebaut. Er wird in Stockholm bei der Zeremonie anwesend sein und steht für Interviews und Anfragen gerne zur Verfügung.
Pressemitteilung
Kindernobelpreis 2003: Maison Shalom einer der beiden Gewinner
Erschienen am:
23.04.2003
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