Gewalt macht krank. Gewalt zerstört. Gewalt tötet. Gewalt ist niemals normal! Denn Frauenrechte sind Menschenrechte.
Wie hilft die Caritas Frauen, die Gewalt erfahren?
Unsere Partner, mit denen wir in 163 Ländern humanitäre Hilfe leisten, haben die Gewalt gegen Frauen ständig im Blick. Gemeinsam schaffen wir sichere Räume, damit die Opfer über den Schmerz sprechen lernen. Psychologische Begleitung und juristischer Beistand sind individuelle Angebote von unschätzbarem Wert. Hinzu kommen Projekte, die Frauen und Mädchen stärken, indem sie Bildung und Ausbildung ermöglichen. Zu einer weitsichtigen Prävention gehören auch die Stärkung von Familienzusammenhalt sowie die Sensibilisierung aller Mitglieder der Gesellschaft für ein gewaltfreies Zusammenleben.
Die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind immer da für Frauen und Mädchen, die Gewalt erfahren haben oder einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Dazu gehören Frauen in Flüchtlingslagern, Mädchen armer Familien, Frauen in Krisen und Kriegsgebieten. Frauen auf der Flucht. Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind oder einfach in so abgelegen leben, dass selbst der Weg zum Wasser zur Gefahr wird:
Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat viele Gesichter
Gewalt gegen Frauen und Mädchen findet im privaten wie im öffentlichen Raum statt. Der gefährlichste Ort für eine Frau - das sind häufig die eigenen vier Wände. Häusliche Gewalt kommt in jedem Alter und in allen sozialen Schichten vor. Die verübte Gewalt und die von Frauen und Mädchen erlittene Gewalt hat Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft.
Zu einer weitsichtigen Prävention gegen Gewalt an Frauen und Mädchen gehört die Sensibilisierung aller Mitglieder der Gesellschaft für ein gewaltfreies Zusammenleben. Dafür setzten sich unsere Partner weltweit und unsere Spenderinnen und Spender ein. Sie stärken von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen.
Wissen, was dahinter steckt:
Welche Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen gibt es?
Gewalt gegen Frauen umfasst…
- Sexuelle, physische und psychische Gewalt
- Belästigung auf der Straße oder am Arbeitsplatz / alltägliche sexuelle Anmache / psychische und/oder körperliche Verletzung und Misshandlung bis hin zum sexuellen Missbrauch
- gewaltförmige Übergriffe und Angriffe auf die Körper, die Persönlichkeit und damit die Gesundheit von Frauen
- Missbrauch, Frauenhandel, Verschleppung und Vergewaltigung, Zwangsheirat, Zwangsprostitution sowie das Verschwindenlassen und die absichtliche Tötung einer Frau, weil sie eine Frau ist
Die Palette der Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist groß. Insbesondere häusliche Gewalt hat durch den Lockdown weltweit zugenommen, ob physische Gewalt, psychische Gewalt oder sexuelle Gewalt. So werden Mädchen, wenn die Familien besonders arm sind, gerne als Hausangestellte verschickt - ohne angemessene Sicherheit, Entlohnung, Unterkunft.
Was sind Ursachen für Gewalt gegen Frauen und Mädchen?
Wenn die Sicherheitslage in einem Land labil ist, Rechtsstaatlichkeit fehlt und Diskriminierung aufgrund von Herkunft geduldet wird, nimmt geschlechterbasierte Gewalt zu. Ökonomische Zwänge und Chancenungleichheit auf dem Arbeitsmarkt, in der Schule, in der Familie oder beim Zugang zu demokratischen Mitspracherechten erzeugen Gewalt. Aber auch unsichere Unterkünfte, fehlende Toiletten, weite Wege und fehlende Mobilität. Vielerorts werden elementare Menschenrechte nicht gewährt, verletzt oder nicht geschützt, zum Beispiel der Zugang zu Bildung, Selbstbestimmung und Eigenständigkeit.
So kommt es dazu, dass vor allem Frauen und Mädchen von ihren Familien, Arbeitgebern und (Ehe-)Partnern in hohem Maße abhängig sind. Die Gewalt, die sie erfahren, kann psychisch oder physisch sein. Vor allem Mädchen sind durch frühe Heiraten, Schulabbrüche, Teenagerschwangerschaften gefährdet.
Stehen Sie mit uns gegen Gewalt an Frauen:
Dank Ihrer Unterstützung können wir uns weiterhin für Frauen und Mädchen einsetzen. Wir bieten Betroffenen individuelle Unterstützung, klären Gemeinschaften auf und setzen uns für einen Wandel ein: hin zu einem friedlichen Miteinander aller Menschen und aller Geschlechter.