Hilfe für Frauen und Mädchen
Im Norden Kameruns kann nur jedes zweite Kind eine Schule besuchen. Gründe dafür sind die verminderte Anzahl an Schulen in der Region und die fehlenden finanziellen Mittel der Familien, um sich die Schulgebühren der Kinder leisten zu können. Insbesondere Mädchen sind noch stärker benachteiligt: Viele Mädchen werden aufgrund wirtschaftlicher Notlagen oder kulturelle Praktiken früh verheiratet oder leiden an geschlechterspezifischer Gewalt. Damit verbunden ist der Abbruch der Schulbildung.
Caritas international hat diese Not erkannt und stärkt, gemeinsam mit den Partnerorgansiationen vor Ort, Frauen und Mädchen, um neue Perspektiven für die Zukunft aufzubauen. Für Mädchen werden gezielt Bildungs- und Qualifizierungsangebote geschaffen, die sowohl grundlegende Fähigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen als auch berufliche Kompetenzen vermitteln. Durch diese Förderung erhalten sie die Möglichkeit, eigene Einkommensquellen zu erschließen und langfristig wirtschaftlich unabhängig zu werden.
Schulbildung ist die nachhaltigste Hilfe für die Kinder in Kamerun, da sie so langfristig vor den Fängen der Terrormiliz geschützt sind. Denn es ist bekannt, dass Boko Haram vor allem Jugendliche ohne Bildung und Einkommensmöglichkeiten als Nachwuchs anwirbt.
Innerhalb der Schule können die Kinder nicht nur lernen, sondern die Räume werden gleichzeitig für Traumatherapie-Angebote genutzt.