Orte der Hoffnung: Kinderzentren in der Ukraine

Tanja kocht
Tanja ist mit ihrer Mutter Tetjana aus der Region Saporischschja geflohen, denn ihr Dorf wurde 2022 durch russische Truppen besetzt. In Kyjiw nutzt die Mutter psychosoziale Untersützung, Tanja dagegen genießt die praktischeren Angebote: sie besucht am liebsten die Kochkurse.
Polina malt
Nachts schreckt Polina häufig auf. Sie schläft schlecht, hat Albträume und Angst vor lauten Geräuschen. Mit ihrer Familie konnte sie nach Lviv im Westen der Ukraine fliehen, stammt aber aus Bachmut. Eine Stadt an der Front, die aufgrund des dort wütenden monatelangen Stellungskrieges fast vollständig zerstört wurde. Erbitterte Schlachten fanden dort zwischen den Häuserschluchten statt. Eine Kriegserfahrung, die Soldaten noch heute von der "Hölle von Bachmut” sprechen lässt.
In Lviv können Polina und ihre Geschwister ebenfalls nicht in Sicherheit leben. Auch dort gibt es Luftalarme, auch dort wurden schon durch Drohnen Gebäude zerstört. Die traumatischen Erlebnisse der Binnenvertriebenen werden durch die Sirenen immer wieder ins Bewusstsein gerufen. So wie Polina und ihrer Familie geht es vielen Menschen in der Ukraine.
Fünf Millionen Ukrainer_innen sind innerhalb des Landes vor dem Krieg geflohen. Dieser bleibt ihnen dicht auf den Fersen, denn tägliche Luftalarme finden im gesamten Land statt. Die Binnenvertriebenen sind im Westen zwar sicherer, aber können ihre Erlebnisse auf der Flucht und in der Frontnähe nicht vergessen. Mitterweile schätzt das ukrainische Gesundheitsministerium, dass mehr als die Hälfte der ukrainischen Bevölkerung inzwischen psychologische Unterstützung benötigte. Ein kollektives Trauma.
Und das macht natürlich auch vor den Kindern keinen Halt. Auch sie leben mit der täglichen Angst vor Luftalarmen und dem Verlust ihrer Familienmitglieder. Gleichzeitig mussten mehr als 1.700 Schulen und andere Einrichtungen für Kinder wegen des Krieges schließen. Dabei bräuchten die Kinder der Ukraine gerade jetzt Austausch, Spiel und die Chance, einfach mal wieder Kind sein zu dürfen.
Caritas schafft kleine Alltagsmomente
Gemeinsam mit unserem Partner, der Caritas Ukraine, unterhalten wir mehr als 60 Kinderzentren in der Ukraine. Dort gibt es viel mehr als Kinderbetreuung: sie sind die Anlaufstelle für verschiedene Hilfsangebote für Kinder und ihre Eltern, bieten Raum für Gesellschaft, Spiel und Spaß. Psycholog_innen und Pädagog_innen stehen dort für alle bereit. Und die Kinder können dort einfach malen, spielen und ihren Alltag vergessen.
Auch Polina kommt nun regelmäßig mit ihren Geschwistern in ein Caritas-Zentrum. Ihre Mutter ist froh um die dortige Ablenkung: "Meine Kinder können ohne die Caritas nicht mehr leben", sagt sie nur halb im Scherz. "Die anderen Kinder, die verschiedenen Aktivitäten und die tollen Freiwilligen hier sind wie ein zweites Zuhause. Ich bin froh, dass wir hergekommen sind. Es gibt hier außergewöhnlich gute Menschen.”
Möchten Sie erfahren, was Child Friendly Spaces ausmacht? Auf unserem Blog finden Sie mehr dazu!
Schaffen Sie mit uns Glücksmomente für Kinder in der Ukraine – jeder Moment zählt!
Zusammen können wir Kindern und ihren Familien in der Ukraine schöne Momente schenken. In den Caritas-Zentren begegnen sich Menschen, die im Krieg Unvorstellbares erlebt haben. Sie geben sich dort gegenseitig Halt.
Kinder wie Polina, Kostja und Illya mussten mit ihren Familien Schreckliches durchmachen. Sie brauchen auch weiterhin unsere Unterstützung. Mit Ihrer Spende an Caritas international schenken Sie Kindern und Familien in der Ukraine Glücksmomente. Jeder Moment zählt, der nicht von Dunkelheit und Sorgen überlagert wird. Deshalb arbeiten wir unermüdlich daran, bunte und fröhliche Momente für diese Kinder zu schaffen. Machen Sie jetzt einen Unterschied.