Bis zu -20 Grad Celsius herrschen diese Tage in der Ukraine. Ein Winter, der zur unmittelbaren Bedrohung für die ukrainische Bevölkerung wird, denn durch die anhaltenden Angriffe auf seine Energieinfrastruktur kann das Land in manchen Gebieten nur stundenweise Strom zur Verfügung stellen.
Unsere Kollegin Hannah Kikwitzki lebt in Kyjiw und schätzt die Situation für uns ein:
In diesem Kriegswinter entscheiden Wärme und Strom immer öfter über Leben. Besonders für geschwächte alte und chronisch kranke Menschen wird die extreme Kälte schnell lebensbedrohlich. Denn ohne Strom funktionieren die Fahrstühle nicht, was Ältere zum Verharren in ihren Wohnungen zwingt. An der Front leben Menschen teilweise bei Innenraumtemperaturen von 5 Grad Celsius.
Hannah Kikwitzki, Programmkoordinatorin Ukraine
Gemeinsam versorgen wir derzeit rund 21.000 besonders schutzbedürftige Menschen mit Brennstoff und Heizmaterialien, wintertauglichen Haushalts- und Hygieneartikeln und Notunterkunftssets zur Instandsetzung beschädigter Häuser. Auch verteilen unsere Partner vor Ort Hilfspakete für Evakuierte, die unter anderem Schlafsäcke, Thermobehälter und warme Kleidung enthalten.
Der Krieg in der Ukraine hat unermessliches Leid über die Bevölkerung gebracht. Zerstörte Städte, unterbrochene Energieversorgung und anhaltende Angriffe zwingen unzählige Menschen, ihr Zuhause zu verlassen. Besonders Familien, ältere Menschen und Kinder leiden unter Kälte, Angst und dem Verlust von Sicherheit. Trotz der anhaltenden Gefahr leisten Mitarbeitende und Freiwillige der Caritas.
Tag für Tag Hilfe – oft unter schwierigsten Bedingungen.
Caritas international arbeitet gemeinsam mit den Caritas-Organisationen in der Ukraine und den Nachbarländern, um Menschen in Not zu unterstützen. Die Hilfe umfasst Notunterkünfte, Lebensmittel, sauberes Wasser, medizinische Versorgung und psychosoziale Begleitung für traumatisierte Menschen. Zugleich begleitet Caritas Familien beim Wiederaufbau und schafft Perspektiven für ein Leben in Würde. Die Solidarität mit den Menschen in der Ukraine bleibt – so lange, wie sie gebraucht wird.