Aishas Geschichte: Zwischen dem Chaos ein Hoffnungsschimmer
Geburt im Flüchtlingscamp
Aisha musste mit ihrem Mann während des Konflikts in Gaza immer wieder vor der Gewalt fliehen. Nun lebt sie in einem Flüchtlingscamp in Al-Shate' im Norden von Gaza. Dort bringt sie auch ihren Sohn zur Welt - an sich schon ein Wunder, denn in den Camps gibt es wenig medizinische Hilfe und selten sauberes Wasser. Aisha ist froh, ihren Sohn ohne Komplikationen bekommen zu haben.
Ein Bombenangriff bringt Chaos
Doch wenige Tage nach der Geburt trifft ein schwerer Bombenangriff das Camp und Chaos bricht aus. Aisha wird schwer verwundet. Man hält sie wegen ihrer schweren Verletzungen für tot und bereitet ihren Körper für die Beisetzung vor. Das Neugeborene wird direkt ins Krankenhaus gebracht. Doch auf dem Weg zum Friedhof passiert, was eigentlich undenkbar ist: plötzlich erlangt Aisha wieder das Bewusstsein.
Die Suche beginnt
Auch sie wird direkt ins Krankenhaus gebracht, wo Aisha über Wochen hinweg langsam wieder auf die Beine kommt. Es bleiben ihr viele Narben und ein langer Genesungsweg liegt noch vor ihr. Doch so schnell Aisha kann, fängt sie mit der Suche nach ihrem Sohn an. Ohne Telefon oder Internet klappert sie persönlich alle Krankenhäuser der Umgebung ab.
Endlich gefunden
Auch in der Säuglingsstation des Shuhad’a Al-Aqsa Krankenhauses fragt Aisha unruhig nach ihrem Sohn. Und endlich zeigen die Ärzte auf ein kleines Krankenbett: da liegt er! Das Kind ist zu dem Zeitpunkt schon etwa 3 Monate alt. Endlich kann Aisha ihn in ihre Arme schließen.
Übrigens: Mitarbeiter_innen von Caritas Jerusalem sind gerade dabei, Milchpulver an die Säuglingsstation zu liefern, als Aisha direkt vor ihren Augen endlich ihren Sohn finden darf. Sie laden die Familie am nächsten Tag in eines der Zentren der Caritas ein. Dort bekommen sie Schmerzmittel, etwas zur Versorgung von Aishas Narben und warme Kleider für den Winter. Und die Gewissheit: hier gibt es eine sichere Anlaufstelle.
Was können Sie tun? - Spenden für die vom Konflikt betroffenen Menschen in Palästina
Über 2,1 Millionen Menschen im Gaza-Streifen sind - wie Aisha und ihre Familie - auf Nothilfe angewiesen. Die Menschen im betroffenen Gebiet brauchen Medizin, Wasser, Lebensmittel und Unterkünfte. Viele sind gezwungen, auf der offenen Straße oder in den wenigen noch intakten, öffentlichen Gebäuden zu übernachten. An den Straßen drängen sich Zelte, die wenigen Wohnungen, die noch stehen, beherbergen bis zu 60 Personen.
Wir rufen dringend zu Spenden auf, um den Menschen im Gaza-Streifen zu helfen und die größte Not schnell zu lindern.