Spendenaktion für die Katastrophenhilfe
Sie können nicht vor Ort helfen. Aber Sie können etwas bewegen.
Wenn eine Katastrophe passiert, fühlen sich viele Menschen zunächst hilflos. Sie sehen die Bilder, lesen die Nachrichten und möchten helfen – wissen aber nicht, was sie selbst tun können.
Eine eigene Spendenaktion ist eine Möglichkeit, aktiv zu werden. Ob Benefizveranstaltung, Spendenlauf, Aktion im Verein oder Aufruf im Freundeskreis: Sie machen auf die Notlage aufmerksam und bringen Menschen zusammen, die helfen möchten.
So einfach geht's:
In 3 einfachen Schritten gemeinsam Menschen in Not helfen
1. Hilfsaktion auswählen
Wählen Sie die aktuelle Katastrophenhilfe oder den Hilfszweck, den Sie mit Ihrer Aktion unterstützen möchten.
2. Spendenaktion starten
Geben Sie Ihrer Aktion einen Namen, formulieren Sie Ihren persönlichen Aufruf und legen Sie ein Spendenziel fest.
3. Andere zum Mitmachen bewegen
Teilen Sie Ihre Aktion mit Ihrem Umfeld über Social Media. So wird aus Ihrer Idee gemeinsames Engagement.
Wo Hilfe gerade besonders gebraucht wird
Naturkatastrophen, Krisen und Konflikte können Menschen jederzeit in existenzielle Not bringen. Hier finden Sie aktuelle Hilfsaktionen, die Sie mit Ihrer Spendenaktion unterstützen können:
Aus einer Idee wird gemeinsame Hilfe: Beispiele aus der Praxis
Manchmal beginnt eine Spendenaktion mit einem einfachen Gedanken: Ich möchte etwas tun. Lassen Sie sich von Menschen inspirieren, die aus diesem Gedanken eine gemeinsame Aktion gemacht haben.
Wie ein YouTuber seine Community für Nepal mobilisierte
Als der YouTuber Car Maniac die Bilder der verheerenden Sturzflut in Nepal sah, wollte er nicht einfach tatenlos zusehen. Er entschied sich, seine Reichweite zu nutzen und gemeinsam mit Caritas international eine eigene Spendenaktion zu starten. Mit einem Aufruf an seine Community mobilisierte er innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Menschen: Bereits nach drei Stunden waren 30.000 Euro für die Hilfe vor Ort zusammengekommen.
Weitere erfolgreiche Spendenaktionen
Von der Sportaktion bis zur Benefizveranstaltung: Entdecken Sie Beispiele von Menschen, die aktiv wurden und gemeinsam Hilfe möglich gemacht haben. Klicken Sie sich durch die Tabs und lassen Sie sich für Ihre eigene Spendenaktion inspirieren.
Neydi Villamizar
veranstaltete ein Benefizfestival für die Erdbebenopfer in Venezuela
"Ich kann vielleicht nicht dort sein – aber ich kann von hier aus etwas tun"
Als Venezuela von zwei starken Erdbeben erschüttert wird, möchte die gebürtige Venezolanerin Neydi Villamizar helfen. In Zwickau stellte sie mit Gleichgesinnten eine Benefizveranstaltung auf die Beine: Mit Musik, Kinderprogramm, Tombola und venezolanischen Spezialitäten.
"Venezuela ist meine Heimat. Auch wenn ich seit mehreren Jahren in Deutschland lebe, gibt es Momente, in denen sich die Entfernung plötzlich unendlich groß anfühlt. Die Ereignisse in Venezuela und das Leid der betroffenen Menschen haben mich persönlich sehr berührt. In solchen Momenten ist es schwer, tausende Kilometer entfernt zu sein und das Gefühl zu haben, nicht direkt bei den eigenen Leuten sein und helfen zu können.
Aus dieser Hilflosigkeit entstand für mich irgendwann der Gedanke: Ich kann vielleicht nicht dort sein – aber ich kann von hier aus etwas tun.
So entstand gemeinsam mit vielen wunderbaren Menschen die Idee für unser Benefizfestival in Zwickau. Was zunächst nur ein Gedanke war, wurde durch unglaublich viel Unterstützung zu etwas viel Größerem. Menschen unterschiedlichster Herkunft haben geholfen, organisiert, gespendet, gekocht, Musik gemacht, Preise zur Verfügung gestellt oder einfach ihre Zeit und Energie geschenkt. Zu sehen, wie viele Menschen bereit waren, gemeinsam etwas für Menschen zu tun, die sie teilweise überhaupt nicht kennen, hat mich tief bewegt.
Für uns stellte sich sehr schnell die Frage, welcher Organisation wir die gesammelten Spenden anvertrauen können. Die politische und gesellschaftliche Situation in Venezuela ist sehr komplex, und gerade wenn man im Ausland lebt, ist es nicht immer einfach einzuschätzen, welchen offiziellen Informationen man vertrauen kann. Für viele von uns sind soziale Netzwerke deshalb eine der wenigen Möglichkeiten, direkt zu sehen und zu hören, was Menschen vor Ort tatsächlich erleben.
Dort stießen wir auf Videos und Berichte von ganz normalen Menschen aus Venezuela, die selbst erzählten und zeigten, dass sie Unterstützung durch Caritas erhalten hatten. Es waren keine offiziellen Kampagnen oder Werbeversprechen, sondern persönliche Erfahrungen von Betroffenen. Genau das gab uns Vertrauen.
Für mich war das der entscheidende Moment. Wir wollten nicht einfach irgendwo Geld überweisen und hoffen, dass es ankommt. Wir wollten eine Organisation finden, bei der wir nachvollziehen konnten, dass Hilfe tatsächlich Menschen vor Ort erreicht. Nachdem wir diese Berichte gesehen hatten, war unsere Entscheidung sehr schnell getroffen: Wir wollten Caritas international kontaktieren."
Die Initiator_innen des Benefizfestivals "Gemeinsam für Venezuela": Neydi Villamizar und Frank Vacik.Foto: Neydi Villamizar
Insgesamt 4.000 Euro konnte Neydi Villamizar und ihr Team für die Erdbebenopfer sammeln. Ein toller Erfolg über den auch diverse Lokalmedien berichteten, wie zum Beispiel TV Westsachsen am 22.07.2026:
Sponsorenlauf des Marianums Hegne
Eine Schülervertretung engagiert sich für den Südsudan
„Jede Runde zählt – jedes Tempo ist erlaubt!“
Ein Sponsorenlauf, viele engagierte Läuferinnen und Läufer und ein starkes Spendenergebnis: Rund 10.000 Euro konnten die Schülerinnen und Schüler der Realschule des Marianums in Hegne an Spenden mobilisieren. Die Projektgruppe der Schülervertretung fasst ihre Motivation so zusammen:
Als katholische Schule ist uns gelebte Nächstenliebe ein zentrales Anliegen. Wir wollen nicht nur im Unterricht über Solidarität sprechen, sondern sie durch den Sponsorenlauf für die Menschen im Südsudan ganz konkret in die Tat umsetzen. Es war toll für ein wohltätiges Projekt zu laufen!
Die Initiator_innen des Sponsorenlaufs der Realschule des Marianums in Hegne: Emma Dehner, Marco Meßmer, Laura Eisenhauer, Jonathan Horrer (v.l.n.r.)Foto: Jonathan Horrer
Ihre Spendenaktion. Unsere Hilfe vor Ort.
Naturkatastrophen, Kriege und Krisen stürzen Menschen in existenzielle Not. Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen helfen wir, das Überleben der Betroffenen zu sichern. Und wir bleiben auch an der Seite der Menschen, wenn die Fernsehkamera schon längst auf andere Schauplätze gerichtet sind. Wir unterstützen sie beim Wiederaufbau von Häusern, Schulen und Gesundheitsstationen sowie bei der Katastrophenvorsorge.
So kann Ihre Spendenaktion dazu beitragen, Menschen in akuter Not zu unterstützen und ihnen auch beim Wiederaufbau und auf dem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben zur Seite zu stehen.
3.868.000
Menschen wurden mit Nothilfe, wie Lebensmittel, Trinkwasser und Hygieneartikeln versorgt.
3.602.000
Menschen haben wir darin unterstützt, sich an die veränderten Klimabedingungen anzupassen.
123.000
Kinder konnten auf unsere Unterstützung zählen, etwa beim Zugang zu Schulbildung oder zur Gesundheitsversorgung.