Eine schwere Sturzflut hat den Norden Nepals getroffen. Besonders betroffen sind die Orte Timure, Rasuwagadhi und Syabrubesi im Distrikt Rasuwa nahe der Grenze zu China. Häuser, Straßen und Brücken wurden zerstört oder schwer beschädigt. Große Teile von Timure wurden von Wasser, Schlamm und Geröll überflutet. Auch in Syabrubesi wurden Wohnhäuser und Marktgebäude schwer getroffen.
Caritas international stellt 100.000 Euro Soforthilfe bereit. Helfen Sie mit Ihrer Spende den Menschen, die von der Sturzflut betroffen sind.
Eine verheerende Sturzflut hat am Mittwochmorgen den Norden Nepals getroffen. Besonders schwer betroffen sind die Orte Timure, Rasuwagadhi und Syabrubesi im Distrikt Rasuwa nahe der Grenze zu China. Häuser, Straßen und Brücken wurden zerstört oder schwer beschädigt. Zahlreiche Menschen werden vermisst.
Caritas international stellt 100.000 Euro Soforthilfe bereit. Helfen Sie mit Ihrer Spende den Menschen, die von der Sturzflut betroffen sind.
1.287
Todesopfer
5.083
Personen werden noch vermisst
13.093
Menschen konnten bisher gerettet werden
Update zur Lage in Nepal (31.08.2026)
Die durch einen Gletscherabbruch an der tibetischen Grenze ausgelöste Flutwelle erreichte stellenweise eine Höhe von bis zu 30 Metern, wodurch tiefliegende Siedlungen komplett überspült oder von Schlammlawinen begraben wurden. In manchen Regionen existiert die Infrastruktur praktisch nicht mehr. Autos kommen nicht durch, zahlreiche Dörfer sind weiterhin von der Außenwelt abgeschnitten. Viele Ortschaften sind nur noch per Helikopter oder Motorrad zugänglich. Straßen und Brücken wurden von den gewaltigen Wasser- und Schlammmassen zerstört. Am 30.08.2026 hat zudem ein Erdrutsch den Prithvi Highway, eine der wichtigsten Fernverkehrsstraßen in Kathmandu, blockiert. Anhaltende Regenfälle in der Monsunzeit erschweren die Hilfsmaßnahmen zusätzlich. Große Sorge bereiten den Einsatzkräften außerdem die gewaltigen Schlammablagerungen. Es wird befürchtet, dass neue Niederschläge weitere Erdrutsche und Schlammlawinen auslösen könnten.
Caritas Nepal hat indes ihre Nothilfe im Katastrophengebiet Nuwakot ausgeweitet. In Schulen und Gemeindehäusern, die derzeit als Notunterkünfte dienen, verteilen Helfer Lebensmittel, Decken und Moskitonetze an betroffene Familien. Zudem wird in einem besonders schwer betroffenen Gebiet eine Suppenküche eingerichtet, die täglich rund 1.500 Menschen mit warmen Mahlzeiten versorgen kann.
Auch unser Partner Jagriti Child and Youth Concern Nepal (JCYCN) ist bereits mit einem Team vor Ort und mit der Nothilfe und psychosozialen Unterstützung betraut. Der Zugang zu den betroffenen Gebieten bleibt jedoch eine große Herausforderung, insbesondere für den Transport von Lebensmitteln und Hilfsgütern
Nepal-Flut: Zahlreiche Menschen werden vermisst
Die ungewöhnlich heftige Sturzflut hat massive Zerstörungen hinterlassen. Besonders dramatisch ist die Situation in Timure. Große Teile des Ortes und des dortigen Basars wurden überschwemmt oder unter Schlamm und Geröll begraben.
Auch in Syabrubesi wurden Wohnhäuser und Marktgebäude entlang des Flusses schwer getroffen. Weiter flussabwärts wurden ebenfalls Häuser beschädigt oder fortgerissen.
Caritas Nepal geht von weit über 1.000 Vermissten aus. Wie viele Menschen durch die Katastrophe ihr Zuhause verloren haben und wie groß der Bedarf an humanitärer Hilfe sein wird, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.
Die Lage wird laufend beobachtet. Die Schadensaufnahme und die Ermittlung des konkreten Hilfsbedarfs dauern an.
Welche Regionen sind von der Flut betroffen?
Besonders schwer betroffen sind derzeit die Orte Timure, Rasuwagadhi und Syabrubesi im Distrikt Rasuwa im Norden Nepals. Die Region liegt nahe der Grenze zu China.
Die Sturzflut hat dort nicht nur Wohnhäuser und Gebäude beschädigt. Auch Straßen und Brücken wurden zerstört oder schwer in Mitleidenschaft gezogen. Dadurch wird die Versorgung der betroffenen Bevölkerung zusätzlich erschwert.
Räumliche Darstellung der Flutkatastrophe in Nepal: Besonders betroffen sind die Orte Timure, Rasuwagadhi und Syabrubesi.Foto: Raju Pradhan/ KI-generierte Kartendarstellung auf Basis bereitgestellter Daten
Warum Katastrophenhilfe in Nepal so wichtig ist
Nepal ist besonders stark von Naturgefahren betroffen. Überschwemmungen, Erdrutsche und andere Extremwetterereignisse bedrohen regelmäßig Menschen und ihre Lebensgrundlagen.
Caritas international unterstützt gemeinsam mit lokalen Partnern deshalb nicht nur die Nothilfe nach Katastrophen, sondern auch Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Erfahren Sie, wie die Caritas in Nepal die Bevölkerung bei der Katastrophenvorsorge unterstützt und sie besser vor Überschwemmungen und Erdrutschen schützt.
Schauen wir auf Nepal: Hoch im Himalaya hat schmelzendes Eis eine verheerende Sturzflut ausgelöst, die Tausende Menschen mitgerissen und Existenzen zerstört hat. Nepal verursacht weniger als 0,1 Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen – und doch bezahlen die Menschen hier für die Verschmutzung der Welt mit ihrem Leben. Wir müssen der Wahrheit ins Auge sehen: Die menschengemachte Erderwärmung und die Zerstörung der Bergwelt haben aus Natur eine Katastrophe gemacht.
Sister Cecilia Durga Shrestha, Leiterin der Caritas Nepal
Wie Caritas und Ihre Spende den Menschen in Nepal hilft
Caritas international stellt 100.000 Euro Soforthilfe bereit, um die ersten Hilfsmaßnahmen der nepalesischen Caritas-Partner zu unterstützen.
Die Partnerorganisationen sind bereits dabei, das Ausmaß der Zerstörung zu erfassen und den konkreten Unterstützungsbedarf in den betroffenen Gebieten zu ermitteln. Auf dieser Grundlage wird die weitere Nothilfe vorbereitet.
Hilfe für Nepal: Caritas-Partner sind vor Ort
Caritas international und ihre Partner sind seit vielen Jahren in Nepal aktiv und unterstützen Menschen sowohl in akuten Notlagen als auch bei der langfristigen Verbesserung ihrer Lebensbedingungen. Mehr über die Projekte der Caritas in Nepal erfahren Sie hier.
Caritas Nepal verfügt über langjährige Erfahrung in der humanitären Hilfe und Katastrophenvorsorge. Die bestehenden Strukturen und die enge Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden ermöglichen es, nach einer Katastrophe schnell zu reagieren.
Regelmäßig führt Caritas Nepal Notfallübungen durch – zuletzt erst in der vergangenen Woche. Dieses Wissen und die vorhandenen Strukturen helfen dabei, nach einer Katastrophe schnell auf die Situation zu reagieren.
Gemeinsam mit den nepalesischen Partnerorganisationen kann Caritas international die Hilfe gezielt dort unterstützen, wo sie am dringendsten gebraucht wird.
Über unsere Hilfen vor Ort sprach unsere Kollegin Angela Gärtner im Interview mit tagesschau24 (26.08.2026):
Ihre Spende für Nepal ermöglicht schnelle Nothilfe
Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Nothilfe für Menschen, die durch die Sturzflut in Nepal ihr Zuhause oder ihre Lebensgrundlage verloren haben.
Die Mittel können dort eingesetzt werden, wo die Hilfe nach der Katastrophe am dringendsten benötigt wird.
Antworten auf Ihre Fragen rund um unsere Hilfen in Nepal
Wie viele Menschen sind von der Sturzflut in Nepal betroffen?
Nach Angaben von Caritas Nepal wird derzeit von weit über 1.000 Vermissten und mehreren hundert Todesopfern ausgegangen. Wie viele Menschen ihr Zuhause verloren haben und wie groß der gesamte Hilfsbedarf ist, lässt sich derzeit noch nicht abschließend sagen. Die Schadensaufnahme in den betroffenen Gebieten läuft weiter.
Wo hat sich die Sturzflut in Nepal ereignet?
Die schwere Sturzflut hat den Norden Nepals im Himalaya getroffen. Besonders betroffen ist der Distrikt Rasuwa mit den Orten Timure, Rasuwagadhi und Syabrubesi. Die Region liegt unmittelbar an der Grenze zu China und grenzt an die autonome Region Tibet. Die Flutwelle erreichte Nepal über den Bhotekoshi-Fluss und richtete vor allem in Rasuwa schwere Schäden an.
Auch flussabwärts, unter anderem in Nuwakot und Dhading, wurden die Auswirkungen der Flut sichtbar. Häuser, Straßen und Brücken wurden durch Wasser, Schlamm und Geröll beschädigt oder zerstört.
Wie hilft Caritas den Menschen nach der Flut in Nepal?
Caritas international stellt 100.000 Euro Soforthilfe für die ersten Hilfsmaßnahmen bereit. Gemeinsam mit Caritas Nepal und weiteren lokalen Partnern wird das Ausmaß der Schäden erfasst und der konkrete Hilfsbedarf ermittelt. Geplant sind unter anderem Lebensmittel, Gemeinschaftsküchen, Haushaltswaren, provisorische Unterkünfte, Solarlampen, temporäre Lernzentren und psychosoziale Unterstützung.
Warum ist die Hilfe vor Ort derzeit besonders schwierig?
Der Zugang zu den betroffenen Gebieten ist teilweise stark erschwert. Straßen und Brücken wurden durch die Flut beschädigt oder zerstört. Zudem besteht aktuell die Gefahr einer weiteren Flut. Ein Team von Caritas Nepal musste deshalb seine geplante Fahrt nach Rasuwa verschieben. Die Helferinnen und Helfer konzentrieren sich darauf, die weitere Nothilfe unter sicheren Bedingungen vorzubereiten.
Warum steigen die Zahlen der Vermissten und Todesopfer manchmal schlagartig an?
Gerade nach schweren Überschwemmungen sind viele abgelegene und schwer erreichbare Regionen zunächst von der Außenwelt abgeschnitten. Erst wenn Einsatz- und Bergungsteams diese Gebiete erreichen, erhalten sie einen besseren Überblick über das Ausmaß der Katastrophe und können Informationen zu Vermissten und Todesopfern erfassen. Deshalb können die Zahlen mitunter innerhalb kurzer Zeit deutlich ansteigen.
Wie kann ich den Menschen in Nepal helfen?
Mit einer Spende an Caritas international können Sie die Nothilfe für die von der Sturzflut betroffenen Menschen unterstützen. Ihre Spende hilft dabei, dringend benötigte humanitäre Hilfe in den betroffenen Gebieten zu ermöglichen.
Welche Möglichkeiten gibt es sonst noch, sich für die Flutopfer zu engagieren?
Eine weitere Möglichkeit, den Menschen in Nepal zu helfen, die durch die Sturzflut ihr Zuhause oder ihre Lebensgrundlage verloren haben: Starten Sie einfach Ihre eigene Spendenaktion und werden Sie gemeinsam mit Freund_innen, Familie oder Ihrem Umfeld aktiv. Mithilfe unseres Online-Formulars ist Ihre private Spendenaktion in wenigen Schritten erstellt. Sie können selbst den Titel, den Beschreibungstext und das Spendenziel Ihrer Spendenaktion anlegen sowie ein Foto auswählen oder ein eigenes Bild hochladen. Weitere Informationen und Inspirationen finden Sie auf unserer Übersichtsseite.
Jetzt Spendenaktion für Nepal starten
Auch als Unternehmen können Sie aktiv werden: Mit einer Spendenaktion zeigen Sie gesellschaftliche Verantwortung, stärken den Zusammenhalt und beziehen Mitarbeitende, Kund_innen oder Geschäftspartner aktiv ein. Gleichzeitig bewirken Sie gemeinsam konkrete Hilfe für Menschen in Not. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Unternehmensseite.
Warum gibt es unterschiedliche Angaben zu Opferzahlen und Schäden?
Die Situation entwickelt sich nach einer Katastrophe sehr dynamisch. Informationen aus den betroffenen Regionen treffen nach und nach ein und werden fortlaufend überprüft. Daher können sich Angaben zur Zahl der Betroffenen, Verletzten oder Todesopfer sowie zum Umfang der Schäden in den ersten Tagen nach dem Erdbeben verändern. Caritas international steht in engem Austausch mit den Partnerorganisationen vor Ort und veröffentlicht aktualisierte Informationen, sobald belastbare Erkenntnisse vorliegen.
Warum sammelt Caritas international Spenden, wenn es lokale Caritasverbände gibt?
Große Katastrophen übersteigen oft die Möglichkeiten lokaler Organisationen. Caritas international unterstützt deshalb Partnerorganisationen finanziell und fachlich, damit diese ihre Hilfsmaßnahmen ausweiten können. Dieses solidarische Zusammenwirken innerhalb des weltweiten Caritas-Netzwerks ist ein Kernprinzip der Caritas-Arbeit.
Warum arbeitet Caritas international mit lokalen Partnern?
Caritas international arbeitet grundsätzlich nach dem Partnerprinzip und führt somit Hilfsmaßnahmen in der Regel nicht selbst durch, sondern kooperiert mit erfahrenen lokalen Partnerorganisationen. Lokale Partner kennen die Menschen, die Kultur, die Sprache und die Herausforderungen vor Ort am besten. Sie sind fest in ihren Gemeinden verankert, genießen Vertrauen und bleiben auch nach einer Katastrophe vor Ort aktiv. Dadurch können Hilfen bedarfsgerecht, wirksam und nachhaltig umgesetzt werden. Die Planung und Durchführung von Projekten erfolgt gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen - Caritas international unterstützt sie finanziell, fachlich und organisatorisch.
Warum spendet Caritas international nicht direkt an Einzelpersonen?
Die Hilfe erfolgt über lokale Strukturen und Projekte, damit möglichst viele betroffene Menschen erreicht werden können und die Mittel transparent und nachvollziehbar eingesetzt werden. Direkte Spendenweiterleitungen an Privatpersonen sind grundsätzlich nicht möglich.